Homophobe Attacke in Frankfurt: Zwei Männer verfolgt, geschlagen und getreten

Frankfurt am Main - Am Wochenende kam es in der Mainmetropole Frankfurt zu einer brutalen Attacke, deren Hintergrund laut Polizei Homophobie ist, also der Hass gegen homosexuelle Menschen.

Am Mainufer in Frankfurt kam es in der Nacht zu Samstag zu einer brutalen homosexuellen-feindlichen Attacke. (Symbolbild)
Am Mainufer in Frankfurt kam es in der Nacht zu Samstag zu einer brutalen homosexuellen-feindlichen Attacke. (Symbolbild)  © Montage: André Hirtz/dpa, Boris Roessler/dpa

Der Angriff ereignete sich in der Nacht zu Samstag in Frankfurt-Sachsenhausen, wie das Polizeipräsidium Frankfurt am Montag mitteilte.

Demnach waren ein 17-Jähriger und sein 21 Jahre alter Begleiter gegen 0.40 Uhr am Samstag am Sachsenhäuser Mainufer in Höhe des Deutschherrnufer unterwegs.

Hier trafen sie auf drei unbekannte junge Männer, die auf das Paar zukamen und "zunächst begannen, diese mit den Worten 'Schwuchteln, Hunde, Hurensöhne' zu beleidigen", wie ein Sprecher erklärte.

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Bei den verbalen Anfeindungen blieb es jedoch nicht. Die drei Männer wurden gewalttätig und griffen den 17-Jährigen und den 21-Jährigen mit Tritten und Schlägen an.

Die beiden Opfer flohen über eine Treppe der Alten Brücke nach oben auf eine Straße, doch die Angreifer verfolgten die Männer, stießen sie zu Boden und traten auf sie ein.

Zum Glück trugen die beiden jungen Männer nur leichte Verletzungen davon. Die homophoben Schläger flohen in unbekannte Richtung.

Fahndung der Polizei in Frankfurt nach drei homophoben Schlägern

Die Polizei fahndet nach den drei Schlägern und sucht Zeugen. (Symbolbild)
Die Polizei fahndet nach den drei Schlägern und sucht Zeugen. (Symbolbild)  © dpa/Boris Roessler

Die Polizei fahndet nach den Angreifern, wobei nur zu einem der drei Männer eine Beschreibung vorliegt:

  • circa 20 Jahre alt
  • etwa 180 bis 185 Zentimeter groß
  • von dicklicher Statur
  • lange schwarze Locken

Der Mann habe eine "nordafrikanische Erscheinung" gehabt und sei mit einer blauen Jacke bekleidet gewesen, ergänzte der Polizeisprecher.

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Zeugen sollen sich unter der Telefonnummer 06975510800 bei den Ermittlern melden.

Erst im Frühjahr war es in Frankfurt zu zwei Attacken mit transphobem Hintergrund gekommen (Transphobie bezeichnet den Hass gegen Personen mit Transgender-Identität).

Ob Homophobie oder Transphobie, für die Betroffenen sind derartige Anfeindungen immer ein sehr einschneidendes Erlebnis.

Aktivisten wie der Frankfurter Christian Carsten Gaa kämpfen deshalb dafür, dass der besondere Schutz für Homosexuelle, Bisexuelle und Trans-Personen ins Grundgesetz aufgenommen wird.

Titelfoto: Montage: André Hirtz/dpa, Boris Roessler/dpa

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