In Küche gestürmt und Koch mit Beil attackiert: Kommt 23-Jähriger in Psychiatrie?

Frankfurt am Main - Vor dem Frankfurter Landgericht startet an diesem Dienstag (9.30 Uhr) ein Prozess um einen lebensgefährlichen Angriff mit einem Küchenbeil in einem China-Restaurant.

Ermittlungen zufolge stürmte der 23-Jährige plötzlich in die Küche (Symbolfoto).
Ermittlungen zufolge stürmte der 23-Jährige plötzlich in die Küche (Symbolfoto).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Angeklagt ist ein 23 Jahre alter Mann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor.

Die Anklage hatte sich schon im Vorfeld für die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus ausgesprochen.

Den Ermittlungen zufolge war er im Juni vergangenen Jahres plötzlich in die Küche des Restaurants in Frankfurt-Sachsenhausen gestürmt und hatte einem Koch mit dem Beil auf den Kopf geschlagen.

Das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

Update, 17.06 Uhr: Mutmaßlicher Täter nach Beil-Attacke in Restaurant ohne Erinnerung

Wegen einer lebensgefährlichen Attacke mit einem Küchenbeil in einem China-Restaurant steht seit Dienstag ein 23-Jähriger vor dem Frankfurter Landgericht. Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last, hat jedoch bereits die Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie beantragt.

Die Tat ereignete sich im Juni vergangenen Jahres in einem Restaurant im Stadtteil Sachsenhausen, das Opfer war dort als Koch beschäftigt.

Ohne Vorwarnung erschien der Chinese den Vorwürfen zufolge in der Küche und schlug zwei Mal mit dem Beil auf den Kopf des Opfers ein. Der Koch musste lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht werden, der mutmaßliche Täter konnte noch vor Ort festgenommen werden. Er gab vor Gericht an, sich an die Tat nicht erinnern zu können.

Die Hintergründe sind bislang unklar. Die beiden Männer kannten sich von einem gemeinsamen Aufenthalt in der Türkei und hatten vorübergehend zusammen gewohnt. Möglicherweise haben ausstehende Schulden des 23-Jährigen zu der Tat geführt. Zudem behauptete er bei der Polizei, der Verletzte habe abschätzig über ihn gesprochen.

In dem Prozess wird auch ein psychiatrischer Sachverständiger zu Wort kommen. Die Schwurgerichtskammer hat zwei weitere Verhandlungstage bis Mitte Februar terminiert.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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