"Jetz' basse ma' gut uff": Frankfurts Politik macht sich für städtische Mundart stark

Frankfurt am Main - Mit einem Antrag auf "Frankfodderisch" fordern CDU, SPD und Grüne in Frankfurt die Stadtregierung zur Förderung der städtischen Mundart auf.

Eine Frau hält vor dem Hessen-Shop in der Frankfurter Kleinmarkthalle eine Postkarte mit dem klassischen hessischen Satz "ei gude wie?" (Symbolbild).
Eine Frau hält vor dem Hessen-Shop in der Frankfurter Kleinmarkthalle eine Postkarte mit dem klassischen hessischen Satz "ei gude wie?" (Symbolbild).  © DPA/Arne Dedert

"Dialekte gehörn zur Vielfalt Frankfords und müsse gefördert wern", heißt es darin.

"Die Stadtverordnetenversammlung möge ma beschließe", dass es mehr entsprechende Bildungsangebote geben solle.

Über den Antrag, der kommende Woche im Kulturausschuss beraten werden soll, hatte zuvor die Bild-Zeitung am Freitag berichtet.

"Wieso des ganze Heckmeck?", heißt es als Überschrift der Begründung, die gleich danach folgt: Der Frankfurter Dialekt sei "e lebendisches unn e identitätsstiftendes Kulturgut von unsrer Stadt mit ener beeindruckenden Tradition".

Zugleich unterliege er durch regionalen Austausch einem steten Wandel. Andernorts sei die Verankerung als regionales Kulturgut auch gelungen, etwa in Köln und Mainz, wo mit der Vermarktung sogar Einnahmen erzielt würden.

Das Bildungsangebot könne sich auch an die zahlreichen Neubürger der Mainmetropole richten, wird in dem Antrag vorgeschlagen.

"Die Stadt Frankford iss bekanndermaße Zielord von Eigewanderte aus ziemlisch viele Regione. Vor dem Hinnergrund wär es mal an de Zeit, zu babbele, ob bei dene ein verstärktes Interesse draa bestehe duud, sich mit dem Babbele von Frankorderisch befasse zu due."

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

Mehr zum Thema Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0