documenta-Eröffnung: Bundespräsident Steinmeier will Grenzen der Kunstfreiheit aufzeigen

Kassel - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (66) eröffnet am heutigen Samstag um 10 Uhr die documenta fifteen in Kassel.

Im Rahmen der Rassismus-Debatte um die documenta in Kassel will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (66) die Grenzen der Kunstfreiheit aufzeigen.
Im Rahmen der Rassismus-Debatte um die documenta in Kassel will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (66) die Grenzen der Kunstfreiheit aufzeigen.  © Bild-Montage: dpa/Boris Rössler, dpa/Bernd von Jutrczenka

14 Kollektive, Organisationen und Institutionen sowie 54 Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Werke auf der neben der Biennale in Venedig weltweit bedeutsamsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst.

Nach der Begrüßung im Museum Fridericianum wird Steinmeier die documenta-Halle besuchen und dort eine Rede halten.

Der Bundespräsident hatte am Donnerstag während eines Staatsbesuchs in Indonesien angekündigt, in seiner Ansprache mit Blick auf die Antisemitismus-Debatte im Vorfeld der Schau die Grenzen der Kunstfreiheit aufzeigen zu wollen.

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Dem indonesischen Kuratorenkollektiv Ruangrupa war vorgeworfen worden, auch Organisationen in die documenta fifteen einzubinden, die den kulturellen Boykott Israels unterstützten oder antisemitisch seien.

"Völlig klar ist: Kunst ist streitfrei nicht zu haben. Kunst darf und muss anstößig sein, muss Impulse geben in die Gesellschaft hinein. Kunst muss Dialoge und Diskussionen auslösen", hatte Steinmeier am Donnerstag betont. "Aber ebenso klar ist, dass Debatten, Beiträge und die Botschaften auch Grenzen haben können. Über diese Grenzen wird zu sprechen sein", so Steinmeier.

Zur documenta in Kassel, der weltweit bedeutendsten Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst, werden bis zu einer Million Besucher erwartet. Die Schau geht bis zum 25. September.

Titelfoto: Bild-Montage: dpa/Boris Rössler, dpa/Bernd von Jutrczenka

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