Neuer Besuchermagnet: Romantik-Museum in Frankfurt öffnet seine Türen

Frankfurt am Main - Nach fast zehn Jahren Streit, Planung, Bauarbeiten und Kampf um die Finanzierung öffnet an heute das Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt für Besucher.

Das Museum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 21 Uhr geöffnet.
Das Museum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 21 Uhr geöffnet.  © dpa/Sebastian Gollnow

Direkt neben Goethes Geburtshaus gelegen, dürfte es ein internationaler Besuchermagnet werden.

Es sei weltweit das erste Museum, das sich der Epoche der Romantik (etwa 1790 bis 1850) widmet, betont Anne Bohnenkamp-Renken, die als Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts sowohl für das Goethehaus als auch das Romantik-Museum verantwortlich ist.

Einen ersten Blickfang gibt es gleich am Eingang des Museums: Beim Eintreten ins Foyer eröffnet ein großes Panorama-Fenster den Blick in einen romantischen Garten und stellt so einen lichtdurchfluteten Kontrast zur Außenfassade des Gebäudes mit nur wenigen, kleinen Fenstern dar.

Dax-Familie wird größer: Jetzt spielen 40 statt 30 Konzerne in Deutschlands erster Börsenliga
Frankfurt Wirtschaft Dax-Familie wird größer: Jetzt spielen 40 statt 30 Konzerne in Deutschlands erster Börsenliga

Die sogenannte "Himmelsleiter" führt in den Ausstellungsbereich, der sich über drei Stockwerke erstreckt: Der bläulich schimmernde Treppenraum wird in Höhe und Breite immer schmäler und täuscht so eine unendliche Länge vor.

Vogelgezwitscher im Hintergrund verstärkt die Illusion, da die Tiere trotz Voranschreitens auf der Treppe nicht erblickt werden können.

Einzigartige Sammlung zur Literatur der deutschen Romantik

Rund 18,5 Millionen Euro hat das Romantik-Museum insgesamt gekostet.
Rund 18,5 Millionen Euro hat das Romantik-Museum insgesamt gekostet.  © dpa/Sebastian Gollnow

Neben einer Spiegelwand, interaktiven Landkarten und Hörinseln mit Gedichtvorträgen erwarten Besucherinnen und Besucher auf der Ausstellungsfläche stehpultartige Schaukästen.

Darin sind Stücke aus der einzigartigen Sammlung zur Literatur der deutschen Romantik, die in den vergangenen 100 Jahren vom Hochstift zusammengetragen wurde: etwa Handschriften von Clemens und Bettine Brentano, Novalis, den Brüdern Schlegel und Joseph von Eichendorff.

Auch andere Kunstformen sind in der Ausstellung vertreten, etwa Kompositionsentwürfe von Robert Schumann oder Werke von Caspar David Friedrich.

Frankfurt: "Hundezwang" und "Kotpflicht"?! Kaya Yanar entdeckt kurioses Verbotsschild
Frankfurt Kultur & Leute "Hundezwang" und "Kotpflicht"?! Kaya Yanar entdeckt kurioses Verbotsschild

Die Vorgeschichte des Museums ist lang und zäh: 2012 zog der Börsenverein des Deutschen Buchhandels aus dem Nachbarhaus aus.

Die Stadt Frankfurt stellte das Grundstück dem Hochstift zur Verfügung. Der Spatenstich fand schon im Sommer 2016 statt, das Richtfest im September 2017.

Die Vorgeschichte des Romantik-Museums ist lang und zäh

Die noch umbebaute Fläche des Deutschen Romantik-Museums im Juni 2016.
Die noch umbebaute Fläche des Deutschen Romantik-Museums im Juni 2016.  © Sebastian Stenzel/dpa

Danach wurde es still um das Projekt, an dem sich heftige Kontroversen entzündet hatten, nachdem die Stadt 2013 vorübergehend die zugesagte Unterstützung aus finanziellen Gründen zurückgezogen hatte.

Der Frankfurter Architekt Christoph Mäckler entwarf den Neubau auf einem "architektonischen Fußabdruck" von Michael A. Landes. Die dreigeteilte Fassade ist in verschiedenen Pastelltönen gestrichen.

Auf rund 1200 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist Platz für die Dauerausstellung, weitere 400 Quadratmeter stehen für Wechselausstellungen zur Verfügung. Die Gesamtkosten belaufen sich insgesamt auf rund 18,5 Millionen Euro.

Das Museum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 21 Uhr geöffnet.

Der Eintritt kostet regulär 10 Euro, für Studierende 5 Euro und Schüler und Schülerinnen 2,50 Euro. Es gibt auch Tickets für Familien und Gruppen.

Titelfoto: dpa/Sebastian Gollnow

Mehr zum Thema Frankfurt Kultur & Leute: