Frankfurt will Club-Szene unterstützen: So könnte bald wieder gefeiert werden

Frankfurt/Main - "Kultursommergärten" statt Clubs oder Diskotheken - mit diesem Konzept hofft die Stadt Frankfurt, der Club-Szene beim Überleben in Corona-Zeiten zu helfen und Nachtschwärmern sichere Freizeit-Aktivitäten zu ermöglichen.

Die "Kultursommergärten" böten den Nachtschwärmern wieder Alternativen zu Orten wie zum Beispiel dem Opernplatz (Archivfoto).
Die "Kultursommergärten" böten den Nachtschwärmern wieder Alternativen zu Orten wie zum Beispiel dem Opernplatz (Archivfoto).  © dpa/Andreas Arnold

"Wir hoffen, dass das eine Entlastung der Clubs und der Künstler ermöglicht", sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am Freitagabend nach einem Treffen mit Vertretern der Club-Szene der Stadt.

Vier öffentliche Flächen sind für die Veranstaltungs-Reihe von Mitte August bis Mitte September im Gespräch - allerdings vorerst alles unter Vorbehalt.

Denn die Club-Betreiber müssten Corona-gerechte Konzepte vorlegen, die das Land dann auch noch genehmigen müsse.

"Ich glaube, es ist heute gelungen ein Zeichen der Zuversicht zu setzen", sagte Sicherheits-Dezernent Markus Frank (CDU) nach dem Treffen mit den Club-Betreibern.

"Wir haben Interesse daran, dass die Clubs wieder aufmachen - aber Corona-sicher." Einen Freibrief bedeute das nicht, betonten die Kommunal-Politiker.

Frankfurter Club-Szene: Wasser bis zum Hals

Vier öffentliche Flächen in Frankfurt sind für die Veranstaltungs-Reihe "Kultursommergärten" im Gespräch (Symbolbild).
Vier öffentliche Flächen in Frankfurt sind für die Veranstaltungs-Reihe "Kultursommergärten" im Gespräch (Symbolbild).  © dpa/Christoph Soeder

Für diejenigen, denen "das Wasser bis zum Hals steht", so Robert Mangold ("Tigerpalast") über die Lage einiger Kollegen, ist das Projekt dennoch ein Stück Hoffnung, wieder in die Zukunft blicken zu können.

"Die Clubs brauchen einen verbindlichen Fahrplan im Herbst", betonte Madjid Djamegari, Geschäftsführer des "Gibson". "Wir wissen, es sind noch einige Hürden zu überspringen."

Die Idee zu den Kultursommergärten sei aufgrund zahlreicher Anschreiben von Künstlern gekommen, nicht eine Reaktion auf die Krawalle auf dem Frankfurter Opernplatz in der vergangenen Woche, sagte Heilig.

"Diejenigen, die um drei oder vier Krawall machen, die wollen wir auch in Zukunft nicht haben."

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold

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