Frankfurt: Pfefferspray-Attacke in U-Bahn, Mann (19) in Klinik

Frankfurt am Main - Der Grund war offenbar völlig nichtig: In einer U-Bahn in der Mainmetropole Frankfurt kam es am zurückliegenden Wochenende zu einer Pfefferspray-Attacke – mehrere Menschen wurden verletzt, ein junger Mann musste in der Folge vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ein 19-Jähriger gilt als tatverdächtig. Bei der Festnahme wurde er schwer verletzt, der Rettungsdienst brachte den jungen Mann in ein Krankenhaus. (Symbolbild)
Ein 19-Jähriger gilt als tatverdächtig. Bei der Festnahme wurde er schwer verletzt, der Rettungsdienst brachte den jungen Mann in ein Krankenhaus. (Symbolbild)  © Montage: Nicolas Armer/dpa, Arnulf Stoffel/dpa

Der Zwischenfall ereignete sich bereits am Samstagabend gegen 20.50 Uhr in einer Bahn der Linie U5, wie die Polizei in Frankfurt am Main mitteilte.

Demnach gerieten zwei junge Männer (19 und 24 Jahre alt) in Streit. Die Ursache erscheint äußerst sinnlos – "vermutlich aufgrund eines unerwünschten Blickkontaktes", berichtete ein Polizeisprecher.

So harmlos der mutmaßliche Anlass auch war, die Folgen waren gravierend. Als die U-Bahn die Station "Deutsche Nationalbibliothek" in stadtauswärtiger Richtung erreichte, eskalierte die Situation.

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"Der 19-Jährige zog ein Pfefferspray hervor, schlug damit dem 24-Jährigen ins Gesicht und sprühte ihn damit ein", berichtete der Sprecher weiter.

Der 24 Jahre alte Mann erlitt eine Platzwunde an der Stirn. Zudem wurden er und drei weitere Fahrgäste durch das Reizgas geschädigt.

Immer wieder Attacken mit Pfefferspray in Frankfurt am Main

Bei mehreren Attacken in Frankfurt kam in der jüngeren Vergangenheit Pfefferspray zum Einsatz. (Symbolbild)
Bei mehreren Attacken in Frankfurt kam in der jüngeren Vergangenheit Pfefferspray zum Einsatz. (Symbolbild)  © Montage: Julian Stratenschulte/dpa, Roberto Pfeil/dpa

Nach dem Angriff floh der Täter aus der zu diesem Zeitpunkt haltenden U-Bahn. Er suchte in einem nahe gelegenen Straßen-Imbiss Zuflucht.

Die alarmierte Polizei war schnell zur Stelle und griff den tatverdächtigen 19-Jährigen in dem Imbiss auf.

Während der Festnahme des jungen Mannes zerbrach eine Glasscheibe unter noch unklaren Umständen.

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Dabei zog sich der 19-Jährige "eine tiefe Schnittwunde am rechten Handgelenk zu", ergänzte der Sprecher. Der Rettungsdienst brachte die 19-Jährigen in eine Klinik.

Ursprünglich hatte es geheißen, dass der Verdächtige sich an der Glasscheibe festgehalten habe. Diese Angabe zog die Polizei jedoch später zurück.

Alle weiteren Verletzten konnten vom Rettungsdienst ambulant behandelt werden. Die Ermittlungen gegen den 19-jährigen Verdächtigen dauern an.

In den zurückliegenden Monaten kam es immer wieder vor, dass bei gewalttätigen Angriffen in Frankfurt Pfefferspray zum Einsatz kam, etwa bei einer Messer-Attacke in Frankfurt-Ostend oder dem Angriff gegen eine bekannte Dragqueen in der Innenstadt der Mainmetropole.

Aktualisierte Fassung: 15. August, 11.30 Uhr (Erstveröffentlichung: 7.34 Uhr).

Titelfoto: Montage: Nicolas Armer/dpa, Arnulf Stoffel/dpa

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