Sechsjähriger starb an Stromschlag: Jetzt wird die Kita in Seckbach wiedereröffnet

Frankfurt am Main - Im vergangenen Jahr war ein Kind an einem Stromschlag gestorben (TAG24 berichtete) - nun wird die Kita im Frankfurter Stadtteil Seckbach wiedereröffnet.

Blumen und Kerzen (r) sind am Eingang zu der Kindertagesstätte im Stadtteil Seckbach abgelegt (Archivbild).
Blumen und Kerzen (r) sind am Eingang zu der Kindertagesstätte im Stadtteil Seckbach abgelegt (Archivbild).  © dpa/Frank Rumpenhorst

In einer Gedenk-Ecke können sich Kinder an den kleinen Antonio erinnern und ihm Nachrichten hinterlassen. Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) sagte am Freitag: "Wir haben alles doppelt und dreifach überprüft und können mit gutem Gewissen sagen, dass die Einrichtung sicher ist."

Das Kinderzentrum Atzelbergstraße war seit dem Unglück Ende Oktober 2019 geschlossen. Am Montag wird es mit neuem Team, neuem Konzept und neu gestaltet wiedereröffnet.

Die Steckdose, die den Jungen tödlich verletzte, ist verschwunden. Ein Großteil der Kinder, die nach dem Unglück auf andere Einrichtungen verteilt wurden, kehre zurück, sagte Weber.

Die Mitarbeiter von damals hätten die Kita auf eigenen Wunsch verlassen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung (TAG24 berichtete).

Die Gedenk-Ecke erinnert in der Kita an den im Oktober 2019 gestorbenen kleinen Antonio. In einen Briefkasten können die Kinder Briefe an den Jungen einwerfen.
Die Gedenk-Ecke erinnert in der Kita an den im Oktober 2019 gestorbenen kleinen Antonio. In einen Briefkasten können die Kinder Briefe an den Jungen einwerfen.  © dpa/Sandra Trauner

Die Auswertung der sichergestellten Unterlagen dauern an

"Die Auswertung der sichergestellten Renovierungs-Unterlagen der Kita dauert an", sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Wann Ergebnisse vorliegen und wann das Verfahren abgeschlossen werden könne, könne nicht vorhergesagt werden, sagte Niesen.

Auch die Stadt kann nicht mehr zum Hergang sagen. Man müsse abwarten, was die Ermittlungen ergeben. Die Elektrik der Kita war kurz vor dem Unfall erneuert worden, die Arbeiten aber beendet und abgenommen.

Seither habe es mehrfach Begehungen von Aufsichts-Behörden, Unfall-Kasse und Fach-Firmen gegeben. Ein Gutachten bestätige, "dass alles in Ordnung ist", sagte Weber.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst

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