Frankfurt vor höchster Corona-Warnstufe: Bundeswehr angefordert

Frankfurt am Main - Die Stadt Frankfurt steuert auf die höchste Corona-Warnstufe in Hessen zu.

Menschen gehen über die Einkaufsmeile Zeil in der Innenstadt. In Hessens Corona-Hotspots ist die Situation weiter angespannt.
Menschen gehen über die Einkaufsmeile Zeil in der Innenstadt. In Hessens Corona-Hotspots ist die Situation weiter angespannt.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Nach Berechnungen des städtischen Gesundheitsamts liege die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der vergangenen sieben Tage bei 74,8, teilte die Stadt am Dienstagnachmittag mit.

Die fünfte Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes greift ab 75.

Nach der Nachbarstadt Offenbach forderte auch Frankfurt die Unterstützung der Bundeswehr bei der Kontakt-Nachverfolgung an.

60 Soldaten sollen den Mitarbeitern des Gesundheitsamts helfen, Kontakte von Infizierten zu ermitteln und zu überprüfen. Die ersten von ihnen sollen noch diese Woche ihren Dienst antreten.

Die fünfte Warnstufe des Landes schreibt einen noch engeren Austausch mit dem hessischen Sozialministerium vor, Frankfurt bliebe jedoch weiter zuständig, hieß es.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sieht keinen Grund zur Panik

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann.
Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann.  © dpa/Boris Rössler

Die Lage sei ernst, es gebe jedoch keinen Grund zur Panik, erklärten Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne).

Auch die umliegenden Städte und Landkreise verzeichneten stark steigende Infektionszahlen. Die Stadt sei in engem Austausch mit ihnen sowie mit dem Sozialministerium.

Binnen 24 Stunden wurden laut Gesundheitsamt 99 Neuinfektionen gemeldet, insgesamt seien es nun 4343 Fälle.

Das Sozialministerium verzeichne weniger Fälle, Grund sei eine verzögerte Übermittlung.

Kommenden Donnerstag werde der Verwaltungsstab der Stadt über mögliche weitere Regelungen beraten.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst

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