Probleme bei Meldung ans RKI: Fallzahlen in Hessen wohl wesentlich höher

Frankfurt am Main/Hessen - Die Corona-Fallzahlen in Hessen liegen möglicherweise höher als angegeben.

Aufgrund von fehlerhafter Software können zurzeit nicht alle Meldungen von positiven PCR-Tests an das RKI übermittelt werden.
Aufgrund von fehlerhafter Software können zurzeit nicht alle Meldungen von positiven PCR-Tests an das RKI übermittelt werden.  © dpa/Sebastian Gollnow

Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt hatte bereits vergangene Woche über Probleme bei der Übermittlung ans Robert Koch-Institut (RKI) berichtet. Diese Probleme waren laut Gesundheitsamt bis Mittwoch noch nicht behoben.

Grund sei ein fehlerbehaftetes Update der Übermittlungssoftware des RKI, sagte Gesundheitsamtssprecherin Wiebke Reimann.

Dadurch sei es "seit einigen Tagen nicht möglich, alle Labormeldungen zügig einzulesen". Aktuell dürfte die Inzidenz in Frankfurt "vermutlich bei etwa 1700" liegen. Das RKI wies am Mittwoch für Frankfurt 1352,4 aus.

Möglicherweise betreffen die Probleme auch andere Städte und Kreise.

"Das Programm vom RKI läuft bei einigen Anwendungen und vielen gleichzeitigen Anwendern instabil", hieß es in Frankfurt.

"Lange Lade- sowie Wartezeiten bei der Falleingabe sind die Folgen und die Bearbeitungszeit pro Fall wird dadurch erheblich erhöht." Allein in Frankfurt gebe es einen Rückstand von circa 6500 Meldungen.

Titelfoto: dpa/Sebastian Gollnow

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