Massenschlägerei auf der Frankfurter Zeil: War es eine transphobe Attacke?

Frankfurt am Main/Offenbach - Bei der Massenschlägerei in der Frankfurter Innenstadt am Samstagabend (TAG24 berichtete) haben laut Polizei womöglich transphobe Motive eine Rolle gespielt.

Ersten Ermittlungen zufolge soll eine Gruppe die 20-jährige Person, die laut Pass ein Mann ist, vor einem Einkaufszentrum beleidigt und getreten haben (Symbolfoto).
Ersten Ermittlungen zufolge soll eine Gruppe die 20-jährige Person, die laut Pass ein Mann ist, vor einem Einkaufszentrum beleidigt und getreten haben (Symbolfoto).  © dpa/Andreas Arnold

Nach einer ersten Bewertung von Videos im Internet ergäben sich Hinweise, dass die Attacke gegen eine 20-jährige Person auf der berühmten Einkaufsstraße Zeil "transphobe beziehungsweise transfeindliche Beweggründe" gehabt haben könnte, teilte das Polizeipräsidium am Montag mit. Die Videos würden weiter ausgewertet.

Zehn Menschen zwischen 14 und 30 Jahren seien vor Ort festgenommen worden. Am Montagabend hieß es aus dem Polizeipräsidum, alle seien wieder auf freiem Fuß. Für die Ermittlungen sei eine Arbeitsgruppe beim Haus des Jugendrechts in Frankfurt-Höchst eingerichtet worden.

Die Zahl der Festnahmen war zuerst unklar gewesen. Ersten Ermittlungen zufolge soll eine Gruppe die 20-jährige Person aus Offenbach, die nach Polizeiangaben laut Pass ein Mann ist, vor einem Einkaufszentrum beleidigt und getreten haben.

Als das Opfer sich wehrte, beteiligten sich immer mehr Umstehende an der Schlägerei. Insgesamt hielten sich am Samstagabend vor dem Einkaufszentrum rund 150 Jugendliche auf, die zudem gegen geltende Abstands- und Maskenanordnungen verstoßen haben sollen.

Erst zwei Wochen zuvor war es auf der Zeil zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Dabei wurden Polizisten mit Flaschen und Eiern beworfen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold

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