Mit Messer auf Ehefrau und Schwiegermutter eingestochen: Angeklagter "kann es sich nicht erklären"

Frankfurt am Main - Am Landgericht Frankfurt hat ein Prozess gegen einen Mann wegen einer Messerattacke in einer Flüchtlingsunterkunft in Oberursel begonnen. 

Die Verhandlung findet vor dem Landgericht Frankfurt statt.
Die Verhandlung findet vor dem Landgericht Frankfurt statt.  © Fredrik von Erichsen/dpa

Am ersten Verhandlungstag am Freitag legte der 37 Jahre alte Angeklagte über seinen Verteidiger ein Geständnis ab. "Es tut ihm außerordentlich leid, er kann es sich nicht erklären", sagte der Rechtsanwalt.

Der 37-Jährige soll bei dem Angriff im Oktober vergangenen Jahres seine Frau und deren Mutter lebensgefährlich verletzt haben. 

Die Anklage legt dem Afghanen zweifachen versuchten Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung zur Last. 

Er soll in der Unterkunft erst seine Ehefrau mit einem Küchenmesser angegangen haben. 

Als sich die Schwiegermutter in den Streit einmischte, soll auch sie mit dem Messer an Armen und Beinen verletzt worden sein. 

Der Messerattacke gegen die Frau waren Tritte und Schläge vorausgegangen. Das Opfer musste im Krankenhaus notoperiert werden.

Laut Anklage war Eifersucht das Tatmotiv. Der Angeklagte hatte offenbar den Verdacht, dass ihn die Frau mit einem gemeinsamen, jüngeren Bekannten betrüge.

Der mutmaßliche Täter war einen Tag nach der Attacke festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Tötungsvorsatz aus. Die Schwurgerichtskammer hat fünf Verhandlungstage bis Mitte Oktober terminiert.

Titelfoto: Fredrik von Erichsen/dpa

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