Mitangeklagter in Lübcke-Prozess bleibt auf freiem Fuß

Frankfurt am Main - Der im Prozess um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke mitangeklagte Markus H. bleibt auf freiem Fuß.

Markus H. am 12.November 2020 im Gerichtssaal.
Markus H. am 12.November 2020 im Gerichtssaal.  © Thomas Lohnes/Getty Images Europe/Pool/dpa

Der Bundesgerichtshof habe eine Beschwerde der Bundesanwaltschaft gegen dessen Haftentlassung verworfen, sagte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main am Freitag. 

Der Deutsche, der nach Angaben aus Sicherheitskreisen als rechtsextremer Gefährder eingestuft wird, ist in dem Verfahren wegen Beihilfe angeklagt. Er soll den Hauptangeklagten Stephan Ernst politisch beeinflusst haben.

Lübcke war Anfang Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen worden. Die Anklage geht von einem rechtsextremistischen Motiv aus.

Das Gericht hatte die Aufhebung des Haftbefehls am 1. Oktober mit Zweifeln an der Aussage Ernsts begründet, der mehrere Tatversionen geschildert und dabei unterschiedliche Aussagen zur Rolle von H. gemacht hatte.

Vor Gericht muss sich H. aber weiterhin verantworten. Der Prozess wird am kommenden Montag fortgesetzt.

Titelfoto: Thomas Lohnes/Getty Images Europe/Pool/dpa

Mehr zum Thema Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0