Mutmaßlicher Drogenhändler fährt auf Polizisten zu: War es versuchter Mord?

Frankfurt am Main - Bei einer Drogenkontrolle soll ein Mann im vergangenen November mit dem Auto auf einen Polizisten zugefahren sein, um diesen zu töten.

Insgesamt wurden sieben Verhandlungstage terminiert (Symbolfoto)
Insgesamt wurden sieben Verhandlungstage terminiert (Symbolfoto)  © Fredrik von Erichsen/dpa

An diesem Donnerstag (9.30 Uhr) beginnt vor dem Frankfurter Landgericht der Prozess gegen den 45-Jährigen.

Ihm wird versuchter Mord und darüber hinaus Drogenhandel vorgeworfen.

Deshalb müssen sich auch drei weitere, 44, 45 und 49 Jahre alte Angeklagte vor Gericht verantworten. Zu der Tat soll es bei einer Drogenkontrolle der Polizei gekommen sein.

Der Beamte konnte sich vor dem rasch auf ihn zufahrenden Auto nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen.

Die Schwurgerichtskammer hat zunächst sieben Verhandlungstage bis Ende Dezember terminiert.

Update, 16.21 Uhr: Angeklagter räumt Fluchtversuch ein: Den Polizist habe er übersehen

Am ersten Verhandlungstag räumte der Hauptangeklagte den Fluchtversuch ein. Allerdings habe er den Polizeibeamten nicht gesehen. Als er gemerkt habe, dass er zwischen dem Dienstfahrzeug und einem abgestellten Lastwagen nicht durchkomme, habe er eine Vollbremsung unternommen. Der Aufprall sei allerdings nicht mehr zu verhindern gewesen.

Die Staatsanwaltschaft geht vom Mordmerkmal der Verdeckung einer vorausgegangenen Straftat aus. Die drei übrigen Angeklagten wollen zu den Drogendelikten an den nächsten Verhandlungstagen aussagen.

Die Schwurgerichtskammer hat vorerst sieben Verhandlungstage bis Mitte Dezember terminiert.

Titelfoto: Fredrik von Erichsen/dpa

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