Mai-Kundgebungen in Hessen: Mehr als 3000 Teilnehmer in Frankfurt

Frankfurt am Main - Bei zahlreichen Mai-Kundgebungen in ganz Hessen haben Tausende Menschen am Samstag für gerechte Löhne und die solidarische Bewältigung der Corona-Krise demonstriert.

Tausende Menschen zogen mit Transparenten am Frankfurter Mainufer entlang in Richtung Opernplatz.
Tausende Menschen zogen mit Transparenten am Frankfurter Mainufer entlang in Richtung Opernplatz.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Allein in Frankfurt kamen laut Polizei mehr als 3000 Teilnehmer zur Kundgebung am Opernplatz zusammen.

Für den gesamten Bezirk Hessen-Thüringen berichtete der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) von 36 Veranstaltungen, darunter in Kassel, Hanau, Fulda und Offenbach.

Am Nachmittag gab es dann noch eine bundesweite Online-Veranstaltung.

Hessens DGB-Chef Michael Rudolph verlangte in seiner Rede unter anderem ein höheres Kurzarbeitergeld von mindestens 1200 Euro sowie die Abschaffung geringfügiger und befristeter Arbeitsverhältnisse.

Von der schwarz-grünen Landesregierung forderte der Gewerkschafter ein Konzept, die hessische Industrie sozial und ökologisch nachhaltig zu verändern und Beschäftigung zu sichern.

Die IG Metall setzte sich für eine Angleichung der Tarifbedingungen in Ost und West sowie für mehr Ausbildungsaktivitäten ein.

Polizei lobt Mai-Demonstranten in Frankfurt für Corona-konformes Verhalten und Friedfertigkeit

Die Polizei lobte die Einhaltung der Corona-Regeln durch die Demonstrierenden.
Die Polizei lobte die Einhaltung der Corona-Regeln durch die Demonstrierenden.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Über Twitter bedankte sich die Frankfurter Polizei ausdrücklich bei den Maindemonstranten in der Mainmetropole.

Diese hätten "Abstände eingehalten und Masken getragen". Das Recht auf Versammlungsfreiheit sei "friedlich ausgeübt" worden.

Insofern stellte die Mainkundgebung in der Banken-Metropole einen deutlichen Kontrast zu zurückliegenden Querdenker-Protesten in Hessen dar.

Frau zeigt Hitlergruß auf dem Opernplatz in Frankfurt

Dennoch gab es auch eine unschöne Szene bei den Protesten in Frankfurt. Eine Frau habe "in Richtung der abwandernden Versammlungsteilnehmerinnen und -teilnehmern am #Opernplatz den Hitlergruß gezeigt", teilte die Polizei in einem weiteren Tweet mit.

Gegen die Frau sei Strafanzeige gestellt worden, hieß es weiter.

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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