Trotz oder wegen Corona? CDU in Hessen weiter obenauf

Wiesbaden - Die Corona-Krise in Hessen verschafft Ministerpräsidenten Volker Bouffier und seiner Regierungspartei CDU laut einer Umfrage deutlichen Aufwind. Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, dann würde die CDU 36 Prozent der Wählerstimmen bekommen, wie aus dem am Donnerstag vom Hessischen Rundfunk veröffentlichten "Hessentrend" hervorgeht. 

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier.
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier.  © dpa/Boris Rössler

Im Vergleich zur Landtagswahl 2018 ist dies ein Plus von elf Prozentpunkten, im Vergleich zum Hessentrend vom Februar 2020 ein Plus von zehn Prozentpunkten.

Wie der hr in Frankfurt mitteilte, konnte der grüne Koalitionspartner nicht vom Krisenmanagement profitieren: Die Grünen liegen laut Umfrage bei 20 Prozent, fünf Prozentpunkte weniger als beim Hessentrend vor drei Monaten. 

Die SPD käme auf 18 Prozent (Februar: 16 Prozent), die AfD auf 10 Prozent (12 Prozent) und die FDP auf 7 Prozent (7 Prozent). Die Linke wäre mit 4 Prozent (Februar: 8 Prozent) nicht mehr im Landtag vertreten.

Mit der Arbeit von Ministerpräsident Bouffier sind laut Hessentrend 69 Prozent der Befragten zufrieden (plus 5 Prozentpunkte im Vergleich zum Februar). Die Zufriedenheit mit Vize-Regierungschef und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) nahm dagegen auf 50 Prozent ab (minus 10 Prozentpunkte).

Die jüngst beschlossenen Lockerungen in der Corona-Krise findet die Hälfte der Befragten gerade richtig. Einem Drittel gehen sie zu weit, rund 15 Prozent nicht weit genug. 60 Prozent finden es richtig, dass Schulen und Kitas wieder schrittweise geöffnet werden. 77 Prozent unterstützen die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln, wie der Hessentrend ergab. 

Sorge vor einer Ansteckung mit dem Virus äußerten 29 Prozent der Befragten. 35 Prozent befürchten, dass ihre Freiheitsrechte längerfristig eingeschränkt werden könnten.

Der Hessentrend wurde vom 11. bis zum 12. Mai vom Institut infratest dimap durchgeführt. An der Umfrage nahmen 1005 Personen teil.

Titelfoto: dpa/Boris Rössler

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