Polizei sprengt Corona-Party in Frankfurt: Beamte werden angegriffen

Frankfurt am Main - Schon seit Langem gelten infolge des Corona-Lockdowns verschärfte Kontakt-Beschränkungen in ganz Deutschland. Dennoch stieß die Polizei in Frankfurt am Wochenende auf eine verbotene Party – der Einsatz eskalierte.

Die Polizei wurde wegen Ruhestörung auf eine Wohnung im Frankfurter Bahnhofsviertel aufmerksam, in der eine verbotene Party stattfand (Symbolbild).
Die Polizei wurde wegen Ruhestörung auf eine Wohnung im Frankfurter Bahnhofsviertel aufmerksam, in der eine verbotene Party stattfand (Symbolbild).  © Montage: dpa/Frank Rumpenhorst, dpa/Boris Roessler

Aufgrund einer gemeldeten Ruhestörung war eine Polizei-Streife in der Nacht von Samstag zu Sonntag zu einer Wohnung in der Taunusstraße im Frankfurter Bahnhofsviertel ausgerückt, wie das Polizeipräsidium Frankfurt berichtete.

In der Wohnung stießen die Beamten auf rund 15 Personen, die "augenscheinlich gegen die geltende Corona-Verordnung verstießen und sich dort gemeinsam aufhielten", wie ein Sprecher erklärte.

Es wurde laute Musik gespielt, die Feiernden trugen keine Atemmasken.

Als die Polizisten daran gingen, die Wohnung nach weiteren Party-Gästen zu überprüfen, eskalierte die Situation: Ein 30 Jahre alter Mann griff einen der Beamten mit einem Faustschlag an.

Bei dem Versuch, den ersten Angreifer festzunehmen, attackierte ein 24-Jähriger die Polizisten mit einem Barhocker, doch dieser Angriff misslang.

"Noch bevor der junge Mann den Hocker gegen die Beamten einsetzte, konnten sie ihn wegstoßen", berichtete der Sprecher.

Polizei findet Haschisch und Marihuana in der Küche

Mit der Unterstützung weiterer Polizeistreifen gelang es schließlich, den 30-Jährigen und den 24-Jährigen festzunehmen.

Die übrigen Party-Gäste wurden nun überprüft. Dabei kam es abermals zu einer Attacke: Ein ebenfalls 24 Jahre alter Mann schlug einen Beamten gegen den Kopf. Auch dieser Angreifer wurde festgenommen.

"In der Küche der Wohnung stellten die Beamten außerdem rund 14 Gramm Haschisch und vier Gramm Marihuana sicher", ergänzte der Polizeisprecher.

Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.

Titelfoto: Montage: dpa/Frank Rumpenhorst, dpa/Boris Roessler

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