Sexy Influencerin Zara Todil findet Gleichberechtigung "sinnlos"

Frankfurt am Main - Die Gleichberechtigung der Geschlechter genießt in Deutschland Verfassungsrang. Dennoch bezeichnete Instagram-Influencerin Zara Todil (25) aus Frankfurt diese vom Grundgesetz gewollte Gleichheit vor dem Gesetz am Donnerstagabend scheinbar als "sinnlos".

Influencerin Zara Todil (25) aus Frankfurt am Main startete am Donnerstag eine Fragerunde auf Instagram.
Influencerin Zara Todil (25) aus Frankfurt am Main startete am Donnerstag eine Fragerunde auf Instagram.  © Screenshot/Instagram/zara_secret

Die junge Frankfurterin mit türkischen Wurzeln hatte auf dem Social-Media-Netzwerk eine Fragerunde gestartet.

Eine Nutzerin oder ein Nutzer wollte daraufhin von Zara Todil wissen: "Wenn du entscheiden müsstest Gerechtigkeit oder Gleichberechtigung?" (Schreibweise entspricht dem Original).

Die Influencerin nahm sich für die Antwort Zeit und formulierte ein ausführliches Statement.

Wenn sie sich zwischen den beiden Begriffen entscheiden müsste, dann sei ihre Wahl "definitiv Gerechtigkeit", unterstrich die Frankfurterin zunächst.

Sie halte Gleichberechtigung für "sinnlos" fuhr sie fort. "Ich finde Mann und Frau einfach nicht gleich, und ich finde, man sollte beide auch nicht gleich behandeln", lautete ihre Erklärung dazu.

Allerdings darf diese Wendung der gläubigen Muslimin Zara Todil sicher nicht so verstanden werden, dass sie die Diskriminierung oder Unterdrückung von Frauen gut fände. Die junge Influencerin ist äußerst selbstbewusst und unabhängig, sie führt ein emanzipiertes Leben (TAG24 berichtete).

Ihre scheinbare Ablehnung der Gleichberechtigung hat andere Gründe.

Zara Todil: "Man kann gerechte Gesetzte entwickeln, die Mann und Frau gerecht behandeln"

Ein Nutzer oder eine Nutzerin fragte Zara Todil (25) nach ihrer Einschätzung zu Gerechtigkeit und Gleichberechtigung.
Ein Nutzer oder eine Nutzerin fragte Zara Todil (25) nach ihrer Einschätzung zu Gerechtigkeit und Gleichberechtigung.  © Screenshot/Instagram/zara_secret

"Zum Beispiel finde ich Gleichberechtigung deshalb sinnlos, weil einfach eine Frau beispielsweise auch schwanger werden kann, eine Frau auch Kinder zu Hause haben kann. Ich finde, da muss sie gesondert behandelt werden", sagte die Frankfurterin als weitere Erklärung.

"Deswegen bin ich für Gerechtigkeit, denn man kann gerechte Gesetzte entwickeln, die Mann und Frau gerecht behandeln, sodass wir Frauen uns beispielsweise auch in unseren Einkommen nicht benachteiligt fühlen", fuhr sie fort.

Hieraus kann geschlossen werden, dass Zara Todils scheinbare Ablehnung der Gleichberechtigung wohl in erster Linie dem Entweder-Oder-Schema der gestellten Frage geschuldet ist.

Die Benachteiligung von Frauen lehnt die Influencerin jedenfalls deutlich ab.

Dass die Gleichheit der Individuen vor dem Gesetz – unabhängig von ihrem Geschlecht – eine wichtige Voraussetzung für Gerechtigkeit darstellt, würde sie wahrscheinlich unterschreiben.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/zara_secret

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