Silvesternacht in Frankfurt und Hessen: Nicht überall blieb es ruhig

Frankfurt am Main - Viel Polizei, kaum Nachtschwärmer: Die Silvesternacht unter Corona-Bedingungen ist in Frankfurt und Hessen offenbar größtenteils ruhig verlaufen. Es gab jedoch mindestens eine Ausnahme.

Die Polizei in Frankfurt führte auch Auto-Kontrollen durch.
Die Polizei in Frankfurt führte auch Auto-Kontrollen durch.  © Boris Roessler/dpa

Größere Zwischenfälle blieben nach Polizeiangaben aus. Auch Verstöße gegen das Feuerwerksverbot wurden nicht gemeldet.

Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften in den Städten unterwegs, führte auch Alkoholkontrollen durch.

In Offenbach, wo auch in der Silvesternacht wegen hoher Corona-Infektionszahlen von 21 Uhr an eine Ausgangssperre galt, waren die Straßen nahezu ausgestorben.

Doch auch im benachbarten Frankfurt waren am Abend kaum Menschen unterwegs. Am Mainufer, wo sich in vorangegangenen Jahren bereits im Laufe des Abends zahlreiche Menschen versammelten, war außer Polizeifahrzeugen fast nichts zu sehen. Auch auf dem Römerberg waren nur wenige Spaziergänger unterwegs.

Aus einem Lautsprecherwagen der Polizei schallte dennoch eine Mahnung über den Platz: "Das Virus ist unter uns! Halten Sie Abstand, tragen Sie Maske."

Erst kurz vor Mitternacht versammelten sich auf einigen Mainbrücken Dutzende Menschen, um das neue Jahr zu begrüßen. Die meisten trugen Masken und brachten auch keinen Alkohol mit, sondern begrüßten das neue Jahr mit Blick auf die nächtliche Skyline und Feuerwerk, das in anderen Stadtteilen gezündet wurde.

Zahlreiche Böller und Raketen in Frankfurt-Gallus

Das Foto zeigt einen Lautsprecherwagen der Polizei auf dem Frankfurter Römerberg.
Das Foto zeigt einen Lautsprecherwagen der Polizei auf dem Frankfurter Römerberg.  © Boris Roessler/dpa

So waren etwa in Frankfurt-Gallus (nahe Griesheim) zum Jahreswechsel zahlreiche Böller zu hören, auch Raketen wurden in die Luft gefeuert.

"Es gab nur einzelne Verstöße gegen die Corona-Verordnungen", sagte ein Polizeisprecher. Auch Zwischenfälle blieben aus, es seien lediglich zwei Mülltonnenbrände gemeldet worden. "Das ist sehr überschaubar im Vergleich zu vergangenen Jahren."

Im Frankfurter Bahnhofsviertel, wo Clubs und Kneipen geschlossen waren, waren kaum Nachtschwärmer unterwegs. Für die Drogensüchtigen, die in Hauseingängen und auf der Straße lagerten, war es eine Nacht wie jede andere, und auch die Polizeikontrollen gegen mutmaßliche Drogenhändler pausierten in der Silvesternacht nicht.

Angesichts der Beschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie war ein ruhigerer Jahreswechsel als sonst erwartet worden. Gemeinsame Feiern auf Straßen oder Plätzen waren untersagt, in der Öffentlichkeit durfte kein Alkohol getrunken werden.

Vielerorts durfte kein Feuerwerk gezündet werden – generell war der Verkauf von Böllern oder Raketen untersagt.

Update, 8.45 Uhr: Balkonbrand in Frankfurt-Bonames

Auch die Feuerwehr Frankfurt berichtet, dass die Silvesternacht in der Mainmetropole "in einem sehr ruhigen Rahmen" abgelaufen sei. Es habe einige Kleinbrände gegeben.

Ein größeres Ereignis war demnach ein Balkonbrand in Frankfurt-Bonames, der aber auch zügig gelöscht werden konnte.

"Es wurde niemand verletzt", sagte ein Feuerwehrsprecher abschließend.

Update, 17.47 Uhr: Polizei Frankfurt bedankt sich für "besonnenes Verhalten"

Die Frankfurter Polizei bedankte sich am Freitag bei den Bürgern "für das besonnene Verhalten in Pandemiezeiten". Der Jahreswechsel sei "außergewöhnlich ruhig und friedlich" verlaufen. Dennoch gab es einige Vorkommnisse, darunter den Verdacht auf ein Sexualdelikt an der Hauptwache.

Insgesamt gab es zehn vorläufige Festnahmen - zwei wegen des Sexualdelikts, aber auch mit Betäubungsmitteln, Widerstand, Nötigung und Waffen. Die Zahl der Verstöße gegen die Corona-Regeln bezifferte die Polizei auf einen mittleren zweistelligen Bereich.

"Oftmals musste lediglich an die Regelungen erinnert werden."

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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