Kommt ein generelles Tempo-30-Limit für Frankfurt?

Frankfurt am Main - Die Deutsche Umwelthilfe hält das angekündigte Tempolimit von 40 Kilometern pro Stunde in Frankfurt nicht für ausreichend, um Dieselfahrverbote in der Stadt zu verhindern.

Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein generelles Tempo-30-Limit für die City von Frankfurt (Symbolbild).
Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein generelles Tempo-30-Limit für die City von Frankfurt (Symbolbild).  © Montage: TAG24/Florian Gürtler, dpa/Pauls Zinken

Das geht aus einer Stellungnahme zum Entwurf des neuen Luftreinhalteplans hervor. Darin verlangt die Organisation unter anderem ein Limit von Tempo 30, um die Attraktivität für den innerstädtischen Durchgangsverkehr zu verringern.

Die Stadt Frankfurt hatte angekündigt, das Tempolimit auf 40 km/h ab 1. Januar 2021 in der Innenstadt umzusetzen (TAG24 berichtete). Auf diese Weise sei es voraussichtlich möglich, drohende Fahrverbote zu verhindern, hieß es. In dem Entwurf des Luftreinhalteplans sind auch örtlich beschränkte Fahrverbote enthalten.

Die Umwelthilfe bezeichnete diese ebenfalls als nicht ausreichend, denn es blieben zahlreiche und teilweise deutliche Grenzwertüberschreitungen. Deshalb müssten "zwingend weitergehende Maßnahmen zur Beschleunigung der Verkehrswende und zur sicheren Grenzwertwerteinhaltung ergänzt werden".

So müssten neben Bussen und kommunalen Fahrzeugen wie Müllautos auch Taxis auf umweltfreundliche Antriebe umgestellt werden. Auch den bisher geplanten Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs bezeichnet die Umwelthilfe als ambitionslos. Von "zögerlichen Schritten" ist beim Ausbau der Radwege die Rede.

In Hessens größter Stadt droht nach dem Entwurf des Luftreinhalteplans von nächstem Jahr an ein Fahrverbot in einzelnen Straßen innerhalb des Anlagenrings für ältere Diesel-Fahrzeuge unterhalb der Norm Euro 6 sowie für Benziner einschließlich Euro 2.

Die Umwelthilfe hatte wie auch in anderen Kommunen bundesweit auf Einhaltung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid geklagt.

Titelfoto: Montage: TAG24/Florian Gürtler, dpa/Pauls Zinken

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