Unfall zwischen BMW und Fahrrad wird zwei Polizisten um ein Haar zum Verhängnis

Frankfurt am Main - Diesen Einsatz werden diese beiden Beamten der Polizei in Frankfurt am Main wohl nicht mehr so schnell vergessen. In der Nacht von Sonntag auf Montag wären sie beinahe von einem Auto überfahren worden, das von einem mutmaßlichen Unfallverursacher gelenkt wurde.

Während die beiden Frankfurter Polizisten gerade die Anzeige aufnehmen wollten, wären sie um ein Haar von einem BMW-Fahrer über den Haufen gefahren worden. (Symbolfoto)
Während die beiden Frankfurter Polizisten gerade die Anzeige aufnehmen wollten, wären sie um ein Haar von einem BMW-Fahrer über den Haufen gefahren worden. (Symbolfoto)  © 123rf/Jörg Hüttenhölscher

Wie ein Sprecher der Frankfurter Polizei am Montagnachmittag berichtete, habe ein 17 Jahre alter Fahrradfahrer am Sonntagabend gegen 23.40 Uhr eine Streife im Bereich der Kreuzung zwischen Waldschulstraße und Mainzer Landstraße angehalten.

Den Beamten berichtete er, dass er kurz zuvor beim Überqueren des Bingelsweg von einem BMW angefahren worden sei. Den Aussagen des Teenagers zufolge sei der Fahrer des 5er BMW mit quietschenden Reifen die Straße entlanggefahren und dermaßen schnell unterwegs gewesen, dass ein Zusammenstoß nicht mehr zu verhindern gewesen sei.

Anstatt sich jedoch nach dem Befinden des jungen Radfahrers zu erkundigen, soll der 40 Jahre alte Wagenlenker laut schimpfend aus seinem Auto ausgestiegen sein und den Heranwachsenden weggestoßen haben, ehe er sich mit seinem Wagen vom Unfallort entfernte.

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In dem Moment, in dem die Beamten die Anzeige aufnahmen, rauschte plötzlich der mutmaßliche Unfallverursacher an der Kreuzung vorbei. Die Polizisten forderten ihn umgehend auf, seine Fahrt zu beenden, dem kam der 40-Jährige jedoch nicht nach.

Stattdessen drückte der Mann plötzlich aufs Gas. Dabei hätte er die Beamten beinahe erfasst, die sich wiederum lediglich mit einem gewagten Sprung zur Seite im letzten Moment retten konnten. Der BMW-Fahrer setzte seine Flucht-Fahrt noch eine kurze Weile fort, ehe er zu Fuß Reißaus zu nehmen versuchte.

Mit 1,6 Promille am Steuer: 40-Jähriger hätte mit türkischem Führerschein nicht fahren dürfen

Dieses Unternehmen war jedoch von wenig Erfolg geprägt - einige Momente späte wurde er von den Beamten festgenommen, wogegen er sich zunächst noch wehrte.

Nach der endgültigen Festnahme ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von satten 1,6 Promille. Zudem besaß der 40-Jährige lediglich einen türkischen Führerschein, mit dem er in Deutschland gar nicht hätte fahren dürfen.

Letztlich ging es für eine Blutentnahme in Richtung des Polizeireviers, das der Raser nach Abschluss der notwendigen Maßnahmen vorerst verlassen durfte. Sein vierrädriger Liebling wurde jedoch sichergestellt. Um eine entsprechende Strafanzeige wird er ebenfalls nicht herumkommen.

Titelfoto: 123rf/Jörg Hüttenhölscher

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