Verdi kündigt weitere Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr an

Frankfurt am Main - Mit weiteren Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr will die Gewerkschaft Verdi Druck in den laufenden Tarifverhandlungen machen.

Aktuell laufen die Tarifverhandlungen.
Aktuell laufen die Tarifverhandlungen.  © Lino Mirgeler/dpa

Kommenden Samstag werde das Fahrpersonal in mehreren hessischen Städten seine Arbeit niederlegen, teilte die Gewerkschaft mit.

In Kassel seien Bahnen und Busse betroffen, in Marburg Busse, in Wiesbaden Busse und in Frankfurt U-Bahnen und Straßenbahnen.

Der Warnstreik beginne mit der jeweiligen Frühschicht und ende nach der Spätschicht.

Bereits an diesem Donnerstag und Freitag sei das Personal in der Technik, den Werkstätten und Verwaltungen zum Warnstreik aufgerufen.

Dies könne zu Verzögerungen führen, da Störungen an Weichen oder Bahnen nicht repariert würden, sagte ein Verdi-Sprecher am Mittwoch.

Der Warnstreik des Fahrpersonals finde am Samstag statt, um den Schulbetrieb insbesondere angesichts der Corona-Pandemie nicht zu stören. Weitere Warnstreiks auch an den Samstagen im Advent behalte sich die Gewerkschaft vor.

Verdi bezeichnete die Tarifverhandlungen mit dem kommunalen Arbeitgeberverband Hessen (KAV) über einen Spartentarifvertrag Nahverkehr als festgefahren. Beschäftigte im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Hessen erhielten im Schnitt rund 180 Euro pro Monat weniger Vergütung als ihre Kolleginnen und Kollegen in den umliegenden Bundesländern.

Die Verhandlungen für die rund 4500 Beschäftigten sollen am 24. November fortgesetzt werden. Verdi verlangt neben mehr Geld eine Covid-Prämie.

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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