Wegen lauter Musik! Kiosk-Mitarbeiter soll mit Messer auf Kunden losgegangen sein

Frankfurt am Main - Wegen versuchten Totschlags nach einem Streit um laute Musik muss sich von diesem Mittwoch (9 Uhr) an ein Angestellter eines Kiosks am Landgericht Frankfurt verantworten.

Mit einem Messer soll der Angeklagte auf einen Kunden losgegangen sein (Symbolfoto).
Mit einem Messer soll der Angeklagte auf einen Kunden losgegangen sein (Symbolfoto).  © David Zorrakino/Europa Press/dpa

Der 33-Jährige soll im Mai vergangenen Jahres mit einem Messer auf einen der Kunden der Trinkhalle losgegangen sein.

Der 24-Jährige wurde lebensgefährlich am Oberbauch verletzt.

An der Auseinandersetzung soll sich auch ein 23-Jähriger beteiligt haben, dem aber nur gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt wird.

Die Schwurgerichtskammer hat zunächst sechs Verhandlungstage terminiert.

Update, 16.22 Uhr: Angeklagte äußerten sich zunächst nicht

Der Anklage zufolge setzte der 33 Jahre alte Angestellte eines Kiosks im Mai vergangenen Jahres gegen seinen 24 Jahre alten Kunden das Messer ein, nachdem dieser sich geweigert hatte, den Radioapparat leiser zu stellen. Das Opfer feierte offenbar mit anderen Personen vor der Trinkhalle.

Die Staatsanwaltschaft geht aufgrund der schweren Verletzungen des Opfers, die einen mehrtägigen Klinikaufenthalt nach sich zogen, von einem bedingten Tötungsvorsatz beim Angeklagten aus. Ebenfalls auf der Anklagebank sitzt der 23 Jahre alte Kollege des Mannes, der auf das Opfer eingeschlagen haben soll.

Gegen ihn wird allerdings nur der Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung erhoben. Beide Angeklagten äußerten sich zunächst noch nicht zu den Vorwürfen, kündigten jedoch geständige Einlassungen für den kommenden Verhandlungstag an. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst sechs Verhandlungstage bis Anfang Juli terminiert.

Titelfoto: David Zorrakino/Europa Press/dpa

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