Wegen lauter Musik: Lebensgefährliche Messerattacke endet mit Haftstrafe

Frankfurt am Main - In dem Prozess um eine lebensgefährliche Messerattacke nach einem Streit um laute Musik an einem Frankfurter Kiosk ist ein Angestellter der Verkaufsstelle zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Der 33-jährige Täter fühlte sich durch die Musik des 24-Jährigen belästigt (Symbolfoto).
Der 33-jährige Täter fühlte sich durch die Musik des 24-Jährigen belästigt (Symbolfoto).  © Fredrik von Erichsen/dpa

Dies entschied das Landgericht Frankfurt am Mittwoch. Die Schwurgerichtskammer ging lediglich von gefährlicher Körperverletzung aus, nachdem der Täter rechtzeitig mit den Stichen aufgehört habe.

Zwischen dem 33-Jährigen und einem Kunden (24) war es im Mai vergangenen Jahres vor dem Kiosk wegen der Lärmbelästigung durch ein Radiogerät zum Streit gekommen, der eskalierte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das alkoholisierte Opfer merkte zunächst gar nichts von seinen Verletzungen, musste jedoch später aufgrund erheblicher Magen- und Darmverletzungen in der Klinik intensiv behandelt werden.

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Strafmildernd kam dem Angeklagten zu Gute, dass er sich in einem "Täter-Opfer-Ausgleich" zu 10.000 Euro Schmerzensgeld verpflichtet hatte, von dem ein Großteil bereits gezahlt wurde.

Ein jüngerer Mann, der in dem Prozess wegen einfacher Körperverletzung mitangeklagt war, erhielt eine geringe Geldstrafe.

Er hatte auf das Opfer zwar eingeschlagen, von der Existenz des Messers aber nichts gewusst.

Titelfoto: Fredrik von Erichsen/dpa

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