Werden Schottergärten in Frankfurt bald verboten? Bis zu 15.000 Euro Strafe möglich

Frankfurt am Main - Graue Gärten mit nichts als Schottersteinen soll es in Frankfurt nach dem Willen einer Initiative zweier Stadträte künftig nicht mehr geben.

Pflanzen ragen aus einem Vorgarten mit grauen und schwarzen Kieselsteinen – Schottergärten wie dieser sollen in Frankfurt nach dem Willen zweier Stadträte verboten werden.
Pflanzen ragen aus einem Vorgarten mit grauen und schwarzen Kieselsteinen – Schottergärten wie dieser sollen in Frankfurt nach dem Willen zweier Stadträte verboten werden.  © Carmen Jaspersen/dpa

Umwelt- und Planungsdezernat brachten dazu den Entwurf einer "Gestaltungssatzung Freiraum und Klima" auf den Weg, wie sie am Dienstag mitteilten.

Auch Dachflächen und Fassaden sollen demnach begrünt werden, Sichtschutzzäune oder künstliche Pflanzen dagegen tabu sein.

Magistrat und Stadtverordnetenversammlung müssen noch zustimmen. Am kommenden Sonntag wird bei der Kommunalwahl über die Zusammensetzung des Stadtparlaments neu entschieden.

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Es gehe darum, gegen eine zunehmende Versiegelung insbesondere durch Schottergärten vor und hinter Häusern vorzugehen, erklärte Planungsdezernent Mike Josef (38, SPD). Gegen eine Aufheizung der Stadt im Sommer wie in den vergangenen Jahren helfe nur mehr Grün, erklärte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (64, Grüne).

Gebäude- und Grundstücksfreiflächen machten rund 30 Prozent des Frankfurter Stadtgebietes aus. Die Satzung gelte bei allen Neubauten oder größeren Umbauten.

Wer sich nicht daran halte, müsse mit einem Bußgeld bis zu 15.000 Euro rechnen, heißt es in der Mitteilung.

Auch Dächer von Carports, Garagen und Nebenbauten sollen begrünt werden

Der Entwurf legt demnach unter anderem fest, dass auf Freiflächen mindestens Rasen angelegt und pro 200 Quadratmeter ein Laubbaum gepflanzt werden muss. Zur Umgrenzung von Grundstücken wäre außer licht- und luftdurchlässigen Zäunen und Hecken nur noch ein Sichtschutz für Terrassen zulässig.

Dächer von Carports, Garagen, Nebenbauten und teilweise Fassaden müssten begrünt werden.

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

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