Wohnungsnot in Frankfurt und Hessen: Land will deutlich mehr Sozialwohnungen halten

Wiesbaden - In Hessen können dank höherer Zuschüsse des Landes mehr Wohnungen in der Sozialbindung gehalten werden. 

Der Mangel an günstigem Wohnraum in Frankfurt und Hessen ist schon lange ein Problem (Symbolbild).
Der Mangel an günstigem Wohnraum in Frankfurt und Hessen ist schon lange ein Problem (Symbolbild).  © Frank Rumpenhorst/dpa

Die Nachfrage nach Fördermitteln habe deutlich angezogen, teilte Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Sonntag mit.

"Mit den in diesem Jahr beantragten Zuschüssen können für 600 Wohnungen auslaufende Sozialbindungen beziehungsweise Belegungsrechte verlängert und für weitere 329 Wohnungen neu erworben werden."

Zusammen seien das 929 dringend benötigte Wohnungen für einkommensschwache Haushalte. "Es ist uns gelungen, die Weiter- oder Neubindung von Sozialwohnungen wieder interessant zu machen", so Al-Wazir.

In den vergangenen beiden Jahren hätten für diesen Zweck je vier Millionen Euro bereitgestanden, die jedoch nicht vollständig ausgeschöpft worden seien.

Deshalb seien die Förderkonditionen verbessert worden: Für die Verlängerung der Sozialbindung zahle das Land statt 80 Cent nun 1,50 Euro pro Quadratmeter und Monat, beim Erwerb von Sozialbindungen klettere der Zuschuss von 1,50 auf 2,50 Euro.

Mittel für Sozialwohnungen mehr als verdreifacht

Die Bindungsfrist betrage in beiden Fällen zehn Jahre. Die Haushaltsmittel dafür seien mehr als verdreifacht worden, hieß es. In diesem und im nächsten Jahr stünden je 14 Millionen Euro zur Verfügung.

2020 kämen zudem noch Mittel aus dem Verkaufserlös des alten Frankfurter Polizeipräsidiums hinzu, sodass insgesamt 18,8 Millionen Euro in Erwerb und Verlängerung von Sozialbindungen fließen könnten.

Wohnungsnot in Frankfurt und Rhein-Main

Die Wohnungsnot insbesondere in der hessischen Metropole Frankfurt am Main und dem Rhein-Main-Gebiet ist schon seit geraumer Zeit ein großes Problem.

Dabei fehlt es hauptsächlich am bezahlbarem Wohnraum für Haushalte mit schwachem und mittlerem Einkommen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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