Alkoholverbot im Stadtpark! Hamburger Senat greift hart durch

Hamburg - Werden sie der Lage so wirklich Herr? Am Dienstag hat der Hamburger Senat auf die aktuelle Corona-Lage reagiert und weitere Maßnahmen in einem sechsten Öffnungsschritt beschlossen.

Die Festwiese im Hamburger Stadtpark war in der Nacht zu Sonntag wieder voll. (Archivbild)
Die Festwiese im Hamburger Stadtpark war in der Nacht zu Sonntag wieder voll. (Archivbild)  © HamburgNews/Christoph Seemann

Die wichtigste Entscheidung: Im Stadtpark ist das Mitführen und der Verzehr von Alkohol an Frei- und Samstagen sowie an Tagen, auf die ein Feiertag folgt, von 21 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages verboten.

Damit reagiert der Senat auf die Geschehnisse der vergangenen Wochenenden, als sich jeweils mehr als Tausend Menschen im Stadtpark versammelten und zum Teil aggressiv gegen die Polizei vorging.

Es kam regelmäßig zu Flaschen- und Böllerwürfen auf die Beamten. Die Folge: Zahlreiche Festnahmen und Anzeigen.

Hamburg: Küche gerät in Brand: Feuerwehr rettet Person aus Wohnung!
Hamburg Feuerwehreinsatz Küche gerät in Brand: Feuerwehr rettet Person aus Wohnung!

Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) erklärte, dass die Schanze als gutes Beispiel diene. Dort wurde ebenfalls ein Alkoholverbot ausgesprochen, als über die Stränge geschlagen wurde.

Sollte es an anderen Orten der Stadt nun zu erneut großen Aufläufen von Menschen kommen, werde die Polizei die Situation neu einschätzen.

Mannschafts- und Kontaktsport im Freien wieder zulässig

Neben dem Alkoholverbot im Stadtpark wurden folgende Maßnahmen ab dem 2. Juli ebenfalls beschlossen:

· Tanzveranstaltungen im Freien sind mit bis zu 250 Personen unter Auflagen möglich (insbesondere Hygiene- und Schutzkonzept, Abstandsgebot, Testpflicht, Voranmeldung, (digitale) Kontaktnachverfolgung).

· Die Gültigkeit von Antigenschnelltests wird von 24 auf 48 Stunden erweitert.

· Das Boarding einer Kreuzfahrt ist nun auch mit Antigenschnelltests möglich.

· Die Sitzplätze von Zuschauerinnen und Zuschauer bei Sportveranstaltungen dürfen künftig auch im Schachbrettmuster angeordnet werden. Stehplätze müssen weiterhin mit Abstand von 1,5 m zueinander angeordnet werden.

· Im Freien und in geschlossenen Räumen ist Mannschaftssport und Kontaktsport unabhängig von der Personenzahl zulässig. In geschlossenen Räumen gilt eine Begrenzung der Personenzahl in Abhängigkeit von der Raumgröße (eine Person je 10 qm Fläche). Die bisherigen Auflagen bleiben bestehen (insbesondere die Testpflicht in geschlossenen Räumen).

Titelfoto: HamburgNews/Christoph Seemann

Mehr zum Thema Hamburg: