Vogelgrippe-Alarm in Hamburg: Jetzt geht es den Alsterschwänen an den Kragen!

Hamburg - Die Hamburger Alsterschwäne sollen mit Blick auf die sich ausbreitende Geflügelpest unter Zeltdächern vor der Vogelgrippe geschützt werden. 

Olaf Nieß, Hamburgs Schwanenvater, zieht einen Schwan aus dem Wasser, um ihn ins Winterquartier zu bringen.
Olaf Nieß, Hamburgs Schwanenvater, zieht einen Schwan aus dem Wasser, um ihn ins Winterquartier zu bringen.  © Axel Heimken/dpa (Archivbild)

"Die Alsterschwäne werden auch aufgestallt werden, obwohl sie nicht unter die Verordnung fallen, weil es Wildtiere sind", sagte Schwanenvater Olaf Nieß am Freitag der in Hamburg

"Aber weil es ein besonderer und schützenswerter Bestand ist, werden wir das auch machen." Die Hamburger Bezirke hatten am Donnerstag Stallpflicht für Geflügel angeordnet (TAG24 berichtete). 

Sie gilt seit Freitag und bis auf Weiteres für Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse.

Die Schwäne sollen nun in Grüppchen zu ihrem regulären Winterquartier gebracht werden. "Wir werden das in der kommenden Woche zum Abschluss bringen", so Nieß. Üblicherweise ist die Umsiedelung der rund 120 Schwäne aus ihren Brutgebieten zum Winterquartier am Eppendorfer Mühlenteich immer ein großes Spektakel, das von vielen Menschen beobachtet wird. In diesem Jahr soll die Arbeit von Nieß und seinem Team coronabedingt weitgehend ohne Aufsehen zu erregen vonstattengehen.

Zuletzt war die Geflügelpest bei vier in Hamburg gefundenen Wildtieren nachgewiesen worden. Zudem seien immer wieder tote Vögel gefunden worden (TAG24 berichtete). 

Die Umsiedlung der Alsterschwäne ist jedes Jahr ein großes Spektakel.
Die Umsiedlung der Alsterschwäne ist jedes Jahr ein großes Spektakel.  © Axel Heimken/dpa

Der Schwanenvater geht davon aus, dass sich die Zahl der gefundenen Vögel in den kommenden Tagen noch erhöhen wird. "Auch, weil die Menschen im Moment aufmerksamer sind und mehr melden."

Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vorkommt. 

Mit den angeordneten Aufstallungen soll verhindert werden, dass die Krankheit Haus- und Nutztierbestände befällt.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa (Archivbild)

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