Mit diesem Neubau soll Hamburg ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen

Hamburg/Berlin - Die Pläne für den Wiederaufbau der ehemaligen Bornplatzsynagoge in Hamburg sind einen großen Schritt vorangekommen.

Die Initiatoren und Unterstützer für den Wiederaufbau der Synagoge stehen vor dem Reichstag.
Die Initiatoren und Unterstützer für den Wiederaufbau der Synagoge stehen vor dem Reichstag.  © Kay Nietfeld/dpa

Der Haushaltsausschuss des Bundestages bewilligte am Donnerstagabend Mittel für den Bundesanteil am Wiederaufbau der Synagoge, teilte das Büro des Bundestagsabgeordneten Rüdiger Kruse (CDU) mit.

"Jetzt ist der ganz große Schritt möglich geworden", sagte Kruse. "Die Zeit ist reif, dieses herausragende Projekt in Angriff zu nehmen und mit dem Wiederaufbau ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben zu setzen!"

In Berlin werde intern mit Bundesmitteln in Höhe von 65 Millionen Euro kalkuliert, heißt es in Medienberichten. Das würde auf Baukosten von knapp 130 Millionen Euro hinauslaufen, da die Stadt Hamburg die andere Hälfte übernehmen soll.

Die Synagoge am ehemaligen Bornplatz (heute Joseph-Carlebach-Platz) wurde 1908 eingeweiht und galt als größte Synagoge Norddeutschlands. Während der Novemberpogrome 1938 wurde sie von den Nazis geschändet und in Brand gesetzt.

Ein Jahr später wurde die Jüdische Gemeinde gezwungen, die Synagoge abzureißen.

Teilnehmer einer Mahnwache stehen auf dem Joseph-Carlebach-Platz, auf dem der Grundriss der Bornplatz-Synagoge, die von den Nationalsozialisten zerstört wurde, zu sehen ist.
Teilnehmer einer Mahnwache stehen auf dem Joseph-Carlebach-Platz, auf dem der Grundriss der Bornplatz-Synagoge, die von den Nationalsozialisten zerstört wurde, zu sehen ist.  © Christian Charisius/dpa

Seit gut einem Jahr wird in Hamburg über den Wiederaufbau des Gotteshauses diskutiert. Eine Machbarkeitsstudie ist bereits in Vorbereitung.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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