Flammenmeer am Hafen: Explosionen machen Feuerwehr zu schaffen

Hamburg - Großeinsatz für die Hamburger Feuerwehr: An einem Bootslager im Stadtteil Moorfleet hat es in der Nacht zu Freitag gebrannt.

Flammen schlagen aus dem Bootslager in Hamburg-Moorfleet in den Nachthimmel empor.
Flammen schlagen aus dem Bootslager in Hamburg-Moorfleet in den Nachthimmel empor.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Mehrere Boote, Wohnmobile und Campingwagen standen in der Nähe einer Lagerhalle in Flammen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. 

Da das Grundstück an einem Naturschutzgebiet liege, sei die Anfahrt für die 70 Einsatzkräfte schwierig gewesen. 

Flaschen mit Campinggas seien während des Brandes immer wieder explodiert. 

Ein Löschboot auf der nahen Elbe habe seinen Einsatz wegen der Tide abbrechen müssen. Nach gut zwei Stunden sei das Feuer gelöscht gewesen.

Während des Einsatzes habe die Feuerwehr 20 bis 30 Menschen auf dem Gelände angetroffen. Was diese dort taten, war dem Sprecher zufolge zunächst unklar. 

Die Polizei habe sie in einer nahe gelegenen Sporthalle untergebracht. 

Brandursache und Schadenshöhe waren zunächst nicht bekannt.

Update, 11.11 Uhr: Angetroffene Menschen waren Bewohner

Nach Angaben eines Polizeisprechers war es nicht ungewöhnlich, dass die 20 bis 30 Menschen sich dort aufhielten. "Es handelte sich in Hinblick auf das Coronavirus nicht um eine illegale Versammlung, sondern dort sind Menschen wohnhaft", sagte er. Die Polizei quartierte die Menschen zunächst in einer nahegelegenen Sporthalle ein. 

Der Brandort habe nur über eine enge Deichstraße erreicht werden können, was die Löscharbeiten erschwert habe, teilte die Feuerwehr weiter mit. 

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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