Bürgermeister Tschentscher sagt steigenden Grundstückspreisen den Kampf an

Hamburg - Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) will Spekulanten wie im Fall des Holsten-Areals durch deutlich strengere Vertragsgestaltungen Grenzen setzen.

Blick auf das sogenannte Holsten-Areal, ehemaliger Sitz der Holsten-Brauerei in Hamburg.
Blick auf das sogenannte Holsten-Areal, ehemaliger Sitz der Holsten-Brauerei in Hamburg.  © Marcus Brandt/dpa

"Es geht nicht, dass wir Vereinbarungen treffen, die dann durch mehrere Wechsel der Eigentümer oder Projektentwickler immer weiter hinausgezögert werden. Das Holsten-Areal ist ein Beispiel dafür, dass wir die Dinge im Interesse des Gemeinwohls klarer regeln müssen", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Künftig sollte schon in früheren Phasen der Projekte Verbindlichkeit hergestellt werden. "Städtebauliche Verträge für solche Areale brauchen verbindliche Zeitpläne, die für alle Vertragspartner verpflichtend sind", betonte der Regierungschef.

Den Planungen zufolge sollen in dem rund 86.000 Quadratmeter großen Holsten-Quartier mehr als 1200 Wohnungen entstehen, darunter rund 365 geförderte Mietwohnungen mit einer Mietpreis- und Belegungsbindung von 30 Jahren.

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Darüber hinaus soll es rund 335 frei finanzierte Mietwohnungen geben, von denen jeweils 50 zu einer Miete von 12,90 Euro beziehungsweise 14,90 Euro pro Quadratmeter angeboten werden sollen.

Zudem sind rund 370 Eigentumswohnungen angedacht. Daneben soll es unter anderem Kitas, Geschäfte, Büros und einen Handwerkerhof geben.

Tatsächlich passiert ist bislang jedoch noch nichts - außer dass der Preis des Areals von ursprünglich 150 Millionen Euro im Jahr 2016 durch Zwischenverkäufe auf inzwischen 320 Millionen Euro gestiegen ist.

Peter Tschentscher (55, SPD) setzt sich für strengere Verträge ein.
Peter Tschentscher (55, SPD) setzt sich für strengere Verträge ein.  © Kay Nietfeld/dpa

Ursprünglich von der Carlsberg-Brauerei gekauft, war das Holsten-Areal von der Düsseldorfer Gerchgroup erworben worden. Anschließend wurde es mehrfach weiterveräußert.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa, Kay Nietfeld/dpa

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