Coronavirus in Hamburg: Tschentscher erwartet weitere Corona-Einschränkungen

Update, 20. Dezember, 20.25 Uhr: Mehr Corona-Patienten in Schleswig-Holstein auf Intensivstation

Kiel – Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen und die Hospitalisierungs-Inzidenz sind in Schleswig-Holstein binnen einer Woche deutlich gestiegen.

Am Montag lagen 61 Covid-19-Schwerkranke auf Intensivstationen und damit 11 mehr als eine Woche zuvor, wie aus den Daten der Landesmeldestelle (Stand: 18.44 Uhr) hervorgeht.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, stieg auf 3,78. Am Montag zuvor lag sie bei 2,95.

Update, 20. Dezember, 19 Uhr: 372 neue Corona-Fälle - Intensivstationen vollständig ausgelastet

Rostock - Die Intensivbetten für Covid-Patienten sind in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) vollständig ausgelastet. Am Montag lagen dort demnach 100 Covid-Patienten - vier mehr als am Vortag. Die Zahl der Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern stieg auf 415, das waren 28 mehr als am Sonntag, wie es hieß.

In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag 372 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Lagus mitteilte, waren dies 192 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 418,9. Vor einer Woche betrug dieser Wert 432,5.

Es wurden neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet, damit stieg die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie im Land auf 1432. Die höchste Inzidenz meldete der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 531,4.

Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz - die Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen - wurde am Montag für das Land mit 9,8 angegeben.

Mittlerweile seien im Nordosten rund 71,6 Prozent der Menschen im Land mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft, vollständig geimpft seien 68,6 Prozent. Die Quote bei den Auffrischungsimpfungen liege bei 28,6 Prozent.

Update, 20. Dezember, 17.47 Uhr: Ministerium: Mehr als 133.000 Corona-Impfungen in MV

Schwerin – In der vergangenen Woche haben sich in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 133.000 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen.

Dies seien so viele wie noch nie in diesem Zeitraum gewesen, teilte das Ministerium am Montag mit. Es habe sich dabei um 110 500 Booster-, 11.000 Erst- und gut 12.000 Zweitimpfungen gehandelt. Geimpft wurde in Arztpraxen, Impfstützpunkten und bei Sonderimpfaktionen.

Mittlerweile seien im Nordosten rund 71,6 Prozent der Menschen im Land mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft, vollständig geimpft seien 68,6 Prozent. Die Quote bei den Auffrischungsimpfungen liege bei 28,6 Prozent.

Update, 20. Dezember, 16.56 Uhr: Tschentscher erwartet weitere Corona-Einschränkungen

Peter Tschentscher (55, SPD) erwartet eine weitere Verschärfung der Regeln zur Eindämmung der Pandemie.
Peter Tschentscher (55, SPD) erwartet eine weitere Verschärfung der Regeln zur Eindämmung der Pandemie.  © Marcus Brandt/dpa

Hamburg – Angesichts hoher Corona-Zahlen und der neuen Omikron-Variante erwartet Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher eine weitere Verschärfung der Regeln zur Eindämmung der Pandemie.

Welche das sein könnten, lest Ihr im Artikel "Noch vor Weihnachten? Tschentscher kündigt weitere Corona-Maßnahmen an!"

Update, 20. Dezember, 16.52 Uhr: Günther sieht keinen Grund für Verschärfungen vor Weihnachten

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günter (CDU) sieht die aktuellen Corona-Maßnahmen als ausreichend an.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günter (CDU) sieht die aktuellen Corona-Maßnahmen als ausreichend an.  © Axel Heimken/dpa

Kiel - Trotz der Ausbreitung der Omikron-Virus-Variante sieht Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther derzeit keine Notwendigkeit für eine Verschärfung der Corona-Vorschriften im Land noch vor Weihnachten.

"Ich sehe uns mit dem Regelwerk, das wir haben, auch für die Weihnachtstage gut gerüstet", sagte der CDU-Politiker. Am Dienstag wollen Bund und Länder erneut über die Lage in der Corona-Pandemie beraten.

Obwohl Schleswig-Holstein das Bundesland mit der niedrigsten Zahl an Corona-Fällen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ist, habe es auch die strengeren Kontaktregeln für Ungeimpfte mitgetragen, sagte Günther. Konsequente Maßnahmen trotz niedrigster Inzidenz - das sei bislang der richtige Weg gewesen. Den werde die Jamaika-Koalition weitergehen.

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Hamburg Deutschland und Norwegen fliegen Verletzte aus der Ukraine aus

"Aber natürlich werbe auch ich bei den Menschen dafür, die eigenen Kontakte zu reduzieren in den kommenden Wochen", sagte Günther. An Weihnachten und Silvester sollten sie eher kleinere Feierlichkeiten planen. "Weihnachten ist die Zeit der Besinnung und auch über die Tage ins neue Jahr sollten wir gemeinsam die Zeit nutzen, ein bisschen runterzukommen und möglichst wenig Kontakte zu haben."

"Die Corona-Lage in Schleswig-Holstein ist im Griff", sagte Günther weiter. Die Regierung beobachte aber intensiv die Entwicklung in Nachbarländern und anderen Bundesländern durch die Ausbreitung der Omikron-Variante. "Ob weitere Maßnahmen notwendig sind, erörtern wir laufend innerhalb der Landesregierung und gemeinsam mit den Expertinnen und Experten."

Update, 20. Dezember, 13.05 Uhr: Virologe: Anteil von Omikron in Hamburg geschätzt bei über 30 Prozent

Hamburg - Die Coronavirus-Variante Omikron könnte bereits für einen erheblichen Teil der Neuinfektionen in Hamburg verantwortlich sein. Das sagte der Virologe Adam Grundhoff vom Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI). Grundhoff verantwortet ein Überwachungssystem, mit dem frühzeitig neue Varianten von Sars-CoV-2 in der Hansestadt erfasst werden sollen.

Dafür untersuchen die Forschenden pro Woche bis zu 200 repräsentativ ausgewählte Proben von Corona-Fällen in Hamburg mit der PCR-Methode; anschließend werden positive Befunde durch eine Sequenzierung bestätigt.

In 149 Proben vom 29. November bis zum 5. Dezember haben die Virologen nun erstmals in vier Fällen Omikron nachgewiesen. Das entspricht zwar einem Anteil von nur 2,7 Prozent. Doch seitdem sind zwei Wochen vergangen.

Unter der Annahme einer Verdopplung alle drei Tage könnte der Anteil von Omikron bei den Neuinfektionen aktuell in Hamburg geschätzt bereits bei 30 bis 40 Prozent liegen, so Grundhoff.

Update, 20. Dezember, 12.55 Uhr: Hamburgs Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 308,5

Hamburg - Hamburgs Corona-Inzidenz ist am Montag leicht gesunken. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 308,5 an. Am Sonntag hatte der Wert 314,4 betragen, eine Woche zuvor 259,8. Deutschlandweit stieg die Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) am Montag leicht auf 316, nach 315,4 am Vortag.

Die Gesundheitsbehörde meldete 510 bestätigte Neuinfektionen, 83 weniger als am Sonntag und 112 weniger als vor einer Woche. Damit haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 129.370 Menschen infiziert. 112.000 davon gelten nach RKI-Schätzung als genesen.

Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, blieb bei 1953. Laut Gesundheitsbehörde lagen mit Stand Freitag 232 Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt, davon 54 auf Intensivstationen.

Die Hospitalisierungsrate lag laut RKI in Hamburg am Montag bei 3,13, bundesweit sind demnach binnen sieben Tagen 4,73 Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in ein Krankenhaus aufgenommen worden. Der Wert ist zentral für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

78,5 Prozent der Hamburger sind dem RKI zufolge (Stand Montag) mindestens einmal geimpft, als vollständig geimpft gelten 76,1 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten in Hamburg bisher 26,2 Prozent der Menschen.

Update, 20. Dezember, 12.45 Uhr: Sieben-Tages-Inzidenz steigt wieder - Verden über 350

Hannover - Nach einigen Tagen mit einer sinkenden Sieben-Tages-Inzidenz in Niedersachsen ist der Wert zu Wochenbeginn wieder gestiegen. Das Land gab den Wert am Montag mit 177,1 an, nachdem er am Sonntag noch bei 173,8 gelegen hatte. Der Hospitalisierungsindex sank auf 5,7 nach 5,8 am Vortag. Er beschreibt, wie viele Covid-19-Patienten pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in Kliniken gekommen sind.

Die Intensivbetten-Belegung mit Covid-19-Kranken stieg indes ebenfalls wieder leicht an von 10,4 auf 10,5 Prozent. Das Infektionsgeschehen ist den Daten zufolge sehr unterschiedlich verteilt.

Die mit Abstand höchste Sieben-Tages-Inzidenz verzeichnete am Montag der Landkreis Verden mit 350,4. Auf der anderen Seite gibt es auch fünf Landkreise vor allem im Nordwesten des Landes mit einer Inzidenz unter 100.

Update, 20. Dezember, 9.12 Uhr: Althusmann: Omikron wird uns über den Jahreswechsel erheblich fordern

Hannover - Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (55) hat die Corona-Maßnahmen der Landesregierung trotz Niederlagen vor Gericht verteidigt.

"Auch wenn die 2G-Regelung und 2G plus vom Gericht gekippt wurden, ist es uns gelungen, dadurch eine hohe Einsicht in der Bevölkerung hinsichtlich des Impfens zu schaffen", sagte der CDU-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) werde natürlich respektiert. Althusmann verwies aber auch darauf, dass Richter in Schleswig-Holstein oder in Bayern anders entschieden hätten.

"Ich hätte mir gewünscht, dass das Gericht anerkennt, dass die Landesregierung keine ihrer Maßnahmen leichtfertig entschieden hat", sagte Althusmann. "Omikron wird uns über den Jahreswechsel erheblich fordern."2

Update, 20. Dezember, 6.10 Uhr: Kein Präsenzunterricht: "Schlechteste mögliche Entscheidung"

Vom 20. Dezember an - und damit drei Tage vor Ferienbeginn - können die Schülerinnen und Schüler auf Antrag der Eltern vom Unterricht befreit werden. (Symbolbild)
Vom 20. Dezember an - und damit drei Tage vor Ferienbeginn - können die Schülerinnen und Schüler auf Antrag der Eltern vom Unterricht befreit werden. (Symbolbild)  © Angelika Warmuth/dpa

Hannover - Die Präsenzpflicht an Niedersachsens Schulen wird zur Eindämmung des Coronavirus an diesem Montag aufgehoben.

Kritik kommt vom Schulleiterverband Niedersachsen (SLVN). "Das ist die schlechteste mögliche Entscheidung", sagte Geschäftsführer René Mounajed. Die Situation sei für Schulen nicht planbar. Die Entscheidung, die die Politiker treffen müssten, werde auf die Eltern abgewälzt.

Klassenarbeiten werden an diesen Tagen für alle nicht geschrieben, auch nicht, wenn alle da sind, und müssen verschoben werden. "Es gibt keine Richtung, das Kuddelmuddel nutzt niemandem", kritisierte Mounajed. Der Verband hätte sich vom Ministerpräsidenten und vom Kultusminister eine klare Entscheidung gewünscht.

Auch die Lehrergewerkschaft VBE hat das Aussetzen der Präsenzpflicht an niedersächsischen Schulen vor Weihnachten scharf kritisiert. Die jetzt beschlossene Lösung sei die schlechteste aller Möglichkeiten, hieß es. Nun kämen wieder Chaostage mit halben Klassen und nicht planbarem Unterricht auf die Schulen zu.

Vom 20. Dezember an - und damit drei Tage vor Ferienbeginn - können die Schülerinnen und Schüler auf Antrag der Eltern vom Unterricht befreit werden. Einen Anspruch auf Distanzlernen gibt es an diesen Tagen nicht. Die Ferien sollen aber wie geplant am 23. Dezember beginnen und bis zum 7. Januar dauern.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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