Hamburg ersetzt 2G-Corona-Regelung weitgehend durch 2G plus!

Hamburg - Angesichts der mittlerweile wohl vorherrschenden Omikron-Variante und rasant steigender Corona-Zahlen verschärft Hamburgs rot-grüner Senat einmal mehr die Corona-Regeln.

Ein Schild weist auf die 2G-plus-Regel in einem Café hin. In Hamburg gilt die Regelung ab kommenden Montag. (Symbolfoto)
Ein Schild weist auf die 2G-plus-Regel in einem Café hin. In Hamburg gilt die Regelung ab kommenden Montag. (Symbolfoto)  © Stefan Sauer/dpa

So werden die bisherigen 2G-Regeln weitgehend durch 2G plus ersetzt, wie Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag sagte. "Das betrifft insbesondere die Gastronomie, die Kultur, den Sport in Innenräumen, aber nicht den Einzelhandel."

Ausgenommen von der ab Montag geltenden Testpflicht auch für Geimpfte und Genesene seien Personen, "die eine Auffrischungsimpfung haben", und Schüler außerhalb der Ferien, da diese regelmäßig in den Schulen getestet würden.

Überregionale Großveranstaltungen im Profisport wie die Fußballbundesliga müssen künftig auch in Hamburg wegen Corona als Geisterspiele abgehalten werden. Bislang hatte es eine vom Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz abweichende Ausnahmeregelung gegeben.

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Im Amateurbereich dürfen Sportveranstaltungen im Freien künftig wie alle anderen Großveranstaltungen nur noch vor maximal 1000 Zuschauern stattfinden. In Sporthallen soll - wie bei anderen Indoor-Veranstaltungen auch - eine Obergrenze von 200 Zuschauern gelten, wie Schweitzer sagte.

Hamburg kippt seine Zuschauerregelung

Marcel Schweitzer, Sprecher des Senats von Hamburg, gab die neuen Beschlüsse am Dienstag bekannt.
Marcel Schweitzer, Sprecher des Senats von Hamburg, gab die neuen Beschlüsse am Dienstag bekannt.  © Marcus Brandt/dpa

Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte bei ihrer letzten Sitzung kurz vor Weihnachten beschlossen, dass Großveranstaltungen mit überregionaler Bedeutung schon ab dem 28. Dezember ohne Publikum stattfinden müssen.

Hamburg hatte dagegen weiterhin Veranstaltungen - auch Sportveranstaltungen - nach der 2G-Regel im Freien mit maximal 5000 und in Hallen mit höchsten 2500 Zuschauer zugelassen.

Die neuen Zuschauerbegrenzungen gelten Schweitzer zufolge im Kulturbereich nur für Veranstaltungen ohne feste Spielstätte. "Bei festen Spielstätten, also zum Beispiel den bestehenden Konzerthallen, Theatern, Musicals mit den entsprechenden Lüftungs- und Hygienekonzepten bleiben die bestehenden Möglichkeiten bestehen."

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Alle Maßnahmen sollten am kommenden Montag in Kraft treten, "sofern sich nicht noch aus den Empfehlungen der Expertenkommission der Bundesregierung, die heute tagt, oder aus den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz, die am Freitag zusammentritt, andere Ergebnisse hervortun", sagte er.

Omikron in Hamburg dominante Variente

Auch in Hamburg habe sich Omikron inzwischen zur dominanten Variante des Coronavirus entwickelt. "Wir müssen davon ausgehen, dass Omikron mittlerweile die vorherrschende Variante ist", sagte Schweitzer.

Derzeit seien zwar erst knapp 300 Fälle durch eine Sequenzierung nachgewiesen worden. Diese lägen aber aufgrund der Dauer des Nachweisverfahrens schon zwei Wochen zurück. Zudem gebe es Hunderte Verdachtsfälle.

Schweitzer verwies auf Aussagen von Wissenschaftlern, die von einer raschen Ausbreitung der Omikron-Variante ausgehen. Es wäre daher «sehr eigenartig», wenn dies in Hamburg nicht der Fall sein sollte.

Er gehe deshalb davon aus, dass die meisten der aktuell gemeldeten Fälle von Neuinfektionen auf Omikron zurückzuführen seien.

Aktualisiert, 4. Januar, 15.45 Uhr

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa

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