Corona-Ausbruch in Hamburger Gefängnis: 21 Insassen positiv getestet

Hamburg - In der Justizvollzugsanstalt Hamburg-Fuhlsbüttel sind am Wochenende mehrere Gefangene positiv auf das Coronavirus getestet worden.

In dem im Volksmund "Santa Fu" genannten Gefängnis wurden zahlreiche Insassen positiv getestet.
In dem im Volksmund "Santa Fu" genannten Gefängnis wurden zahlreiche Insassen positiv getestet.  © Axel Heimken/dpa

Bei zwölf Gefangenen sei ein positiver Schnelltest bereits durch einen PCR-Test bestätigt worden, sagte ein Sprecher der Justizbehörde am Montag auf Anfrage.

Bei neun weiteren positiv getesteten Gefangenen stehe das PCR-Testergebnis noch aus. Zudem habe es am Wochenende einen positiven Fall in der JVA-Belegschaft gegeben.

Der Mitarbeiter sowie fünf weitere Beschäftigte aus derselben Schicht seien in häusliche Quarantäne geschickt worden. Zuvor hatte NDR 90,3 darüber berichtet.

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"Die zwölf infizierten Gefangenen wurden auf einer gesonderten Station getrennt von den übrigen Gefangenen untergebracht, die positiv schnellgetesteten in ihren Hafträumen isoliert", erklärte der Sprecher.

Dadurch könne der Vollzugsalltag auf den anderen Stationen aufrechterhalten werden. Bislang seien bei den Gefangenen auf der Isolierstation keine Symptome aufgetreten.

Arbeitsbetriebe bleiben vorerst geschlossen

Den Angaben zufolge werden nun vorsichtshalber in der gesamten Anstalt großflächig Schnelltests gemacht. Die Arbeitsbetriebe der JVA Fuhlsbüttel seien als Vorsichtsmaßnahme vorerst geschlossen worden.

In den Haftanstalten gelte unter anderem eine allgemeine Maskenpflicht für Bedienstete, Gefangene sowie Besucher und Besucherinnen. Besuche der Gefangenen fänden an Tischen mit Trennscheiben oder als Videobesuche statt.

Die JVA Fuhlsbüttel - im Volksmund Santa Fu genannt - hat 386 Haftplätze und ist vorrangig zuständig für Strafgefangene mit längeren Freiheitsstrafen und für Sicherungsverwahrte.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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