Hamburg steuert auf verschärfte Corona-Maßnahmen zu

Hamburg - Angesichts neuer Rekordwerte bei den Corona-Zahlen müssen sich die Hamburger auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie einstellen.

Werden die Zuschauerplätze im Fußball erneut reduziert? (Archivbild)
Werden die Zuschauerplätze im Fußball erneut reduziert? (Archivbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

"Der Senat wird morgen die Lage intensiv beraten", sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit prüften die Fachbehörden, welche Maßnahmen erforderlich seien.

"Die Ergebnisse dieser Prüfungen werden morgen im Senat beraten. Dies betrifft zum Beispiel die von der Sportbehörde bereits erwähnte Ausweitung des 2G-plus-Modells."

Sportstaatsrat Christoph Holstein (59) hatte sich im NDR zu möglichen Einschränkungen im Breitensport geäußert. Demnach könnte beim Hallensport neben einem Impf- oder Genesenen-Nachweis auch ein aktueller Corona-Test nötig werden. Vorstellbar sei aber, dass Geboosterte von der Testverpflichtung ausgenommen werden, sagte Holstein.

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Möglich sei auch eine weitere Begrenzung der Zuschauerzahl beim Profisport. Bislang dürfen unter 2G-Bedingungen in die Fußball-Stadien der Zweitligisten HSV und FC St. Pauli maximal 5000 Zuschauer. In Hallen sind bis 2500 geimpfte oder genesene Zuschauer erlaubt.

Auch neue Beratungen auf Bundesebene

Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD) trifft am Freitag auf seinen Nachfolger im Hamburger Rathaus.
Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD) trifft am Freitag auf seinen Nachfolger im Hamburger Rathaus.  © Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa

Schweitzer verwies darauf, dass in dieser Woche auch der Corona-Expertenrat der Bundesregierung im Kanzleramt sowie der Krisenstab erneut zusammentreten, um über die bundesweite Lage zu beraten und möglicherweise zusätzliche Empfehlungen auszusprechen.

"Am Freitag wird zudem die Ministerpräsidentenkonferenz erneut mit dem Bundeskanzler zusammentreffen."

Zwar seien die aktuellen Corona-Zahlen wegen der zurückliegenden Feiertage bundesweit und in Hamburg mit Vorsicht zu genießen, räumte der Senatssprecher ein.

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"Sie zeigen aber zugleich, dass wir in einer vierten Welle sind und es zurzeit keinen Spielraum für die Aufhebung von Beschränkungen gibt."

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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