Omikron-Anteil in Hamburg bei 90 Prozent: Gesundheitsämter am Limit

Hamburg - Die Omikron-Variante steht nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Hamburg mittlerweile hinter so gut wie jeder Corona-Neuinfektion.

Bei Coronatests wird fast nur noch die Omikron-Variante gefunden.
Bei Coronatests wird fast nur noch die Omikron-Variante gefunden.  © Christian Charisius/dpa

"Wir gehen aufgrund laufender Untersuchungen und Hochrechnungen davon aus, dass derzeit rund 90 Prozent des Infektionsgeschehens in Hamburg auf diese Variante zurückzuführen sind", sagte Behördensprecher Martin Helfrich der Deutschen Presse-Agentur.

Schon Anfang der Woche hatte der Senat mitgeteilt, dass davon ausgegangen werden müsse, dass Omikron die in der Stadt dominierende Variante ist - allerdings keine Angaben zur Höhe des Anteils gemacht.

Ende November sei die Delta-Variante noch der "Normalfall" gewesen und Omikron nur in Einzelfällen nachgewiesen worden, sagte Helfrich. Noch Anfang Dezember, in der 49. Kalenderwoche, sei Omikron in den zufällig ausgewählten Proben aus der ganzen Stadt nur sieben Mal bestätigt worden.

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Mittlerweile dürfte "mehr oder weniger jeder Fall" auf die Variante zurückzuführen sein. "Damit bildet Omikron nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel."

Hamburger Gesundheitsämter vor der Überlastung?

Insofern würden auch keine gesonderten Maßnahmen mehr in Omikron-Fällen ergriffen, da die positiv Getesteten in der Regel auch keinen Befund erhalten würden, mit welcher Variante sie infiziert sind.

Zudem würden die Sequenzierungen zur Bestimmung der Virus-Variante auf das "normale Maß" von fünf bis zehn Prozent der positiven PCR-Tests zurückgefahren. Aufgrund der Omikron-Ausbreitung habe der Anteil der Sequenzierungen zuletzt im "hohen zweistelligen Bereich" gelegen, sagte er.

Angesichts der hohen Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen sei eine Kontaktnachverfolgung für die Gesundheitsämter immer schwieriger und finde zumeist nur noch in besonderen Fällen statt. "Wir konzentrieren unsere Ressourcen darauf, Infizierte zu kontaktieren", sagte Helfrich. Allein die Erfassung der Fälle stelle schon "eine große Herausforderung" dar.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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