Coronavirus: Geisterspiele für St. Pauli und den HSV perfekt

Hamburg - Nun ist es offiziell! Der FC St. Pauli und der Hamburger SV müssen ihre kommenden Heimspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestreiten.

Im Derby spielten der HSV und der FC St. Pauli noch vor vollen Rängen.
Im Derby spielten der HSV und der FC St. Pauli noch vor vollen Rängen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Dies geht aus einem Beschluss der Stadt Hamburg vom Mittwoch vor.

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (63, SPD) erklärte: "Mit der Teilnehmerzahl steigt das Infektionsrisiko und die Nachverfolgbarkeit ist nicht mehr durchgehend gewährleistet. Wir haben uns am gestrigen Abend entschieden, dass auch in Hamburg wie in den allermeisten Ländern die Teilnehmerzahl ab 1000 Personen grundsätzlich zum Kriterium für die Absage von Veranstaltungen gemacht wird, um eine einheitliche Wahrnehmung der Maßnahmen im Bundesgebiet zu unterstützen."

Beim Tabellendritten Hamburger SV sind in diesem Zeitraum das Spitzenspiel gegen Arminia Bielefeld (21. März) sowie die Partien gegen den SV Wehen Wiesbaden und das Nordderby gegen Holstein Kiel (beide noch nicht terminiert) betroffen. 

Der FC St. Pauli spielt am Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg und am 4. April gegen den FC Heidenheim am heimischen Millerntor.

Die Regelung soll aber nach aktuellem Stand bis zum 30. April 2020 gelten.

Die Fans des HSV gingen sogar so weit, dass sie sich über Facebook an die Deutsche Fußball-Liga (DFL) wandten und eine Verlegung der Spieltage forderten. 

Beide Vereine hatten im Vorfeld den Ticketverkauf für die verbleibenden Heimspiele gestoppt. Zudem leiteten beide Teams Maßnahmen zum Schutz ihrer Spieler ein.

Der FC St. Pauli trainierte ab Mittwoch nur noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit und bat die Fans auf Selfie- und Autogrammwünsche zu verzichten. Gleiches spielte sich auch beim HSV ab. Die Verantwortlichen hatten bereits in der vergangenen Woche gehandelt, Spieler und Trainer darüber aber erst verspätet in Kenntnis gesetzt.

Durch die Geisterspiele droht beiden Vereinen ein enormer Verlust. Gerade den HSV dürfte die Entscheidung in Hinblick auf das Spitzenspiel am 21. März gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld ärgern. Bislang wurden mehr als 50.000 Tickets verkauft. Es droht ein Millionen-Verlust.

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