Mangel an Schutzausrüstung gefährdet Kampf gegen Corona

Hamburg - Wegen fehlender Schutzausrüstung gegen Infektionen mit dem Coronavirus droht in Hamburg die Einstellung des Arztrufs. Wenn bis zum Wochenende keine weitere Schutzausrüstung ankomme, könne der Arztruf nicht weiter arbeiten, warnte die Kassenärztlichen Vereinigung am Mittwoch.

Schutzausrüstung wird in Krankenhäusern zum kostbaren Gut. (Symbolbild)
Schutzausrüstung wird in Krankenhäusern zum kostbaren Gut. (Symbolbild)  © Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa

Zuvor war mit der Verteilung einer neuen Lieferung begonnen worden, die aber so gering ausgefallen war, dass nur wenige Ärzte mit Masken, Kitteln und Handschuhen ausgestattet werden konnten. 

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) wurden am Mittwoch etwa 16.000 Masken, 3000 Kittel und ebenso viele Handschuhe an den Arztruf Hamburg und etwa 2400 Ärztinnen und Ärzte verteilt. 

Jeder Mediziner erhalte nur fünf Masken und einen Kittel. "Das ist eine kleiner Tropfen auf einen sehr heißen Stein", sagte der KV-Vorsitzende Walter Plassmann. 

Bedacht würden Mediziner mit den meisten Kontakten zu Patienten. Dazu zählten Haus- und Kinderärzte, Internisten, HNO-Ärzte, Augenärzte sowie Radiologen und Strahlentherapeuten.

Plassmann rief dazu auf, das deutschlandweite Materialproblem auf der Bundesebene anzugehen. "Die Bundesregierung sollte, wie es Italien bereits gemacht hat, auf Regierungsebene mit China verhandeln." 

Plassmann betonte, die Schutzausrüstung werde nicht nur für Corona-Patienten, sondern beispielsweise auch Krebs- oder Rheumapatienten benötigt.

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Titelfoto: Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa

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