Coronavirus: Hamburger Feuerwehr trauert um verstorbenen Kameraden (†60) in Ägypten

Hamburg/Hurghada - Am Sonntag wurde bekannt, dass ein deutscher Staatsbürger in Ägypten an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben ist.

Ein Arzt hält eine Probe in den Händen. (Symbolbild)
Ein Arzt hält eine Probe in den Händen. (Symbolbild)  © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Bei dem 60-jährigen Deutschen soll es sich um einen Hamburger Feuerwehrmann handeln, der mit seiner Frau eine Nil-Kreuzfahrt gemacht hatte.

Die Trauer bei den Kameraden ist groß. Die meisten Feuerwehrleute kannten den Verstorbenen, weil sie bei ihm durch das Bewerbungsverfahren gegangen waren.

Das Todesopfer soll sogar seine Pensionierung verschobene haben, um weiterhin für die Feuerwehr arbeiten zu können.

Ob und wenn ja, welche Maßnahmen nun für die Kameraden durchgeführt werden, werde derzeit geprüft, wie ein Sprecher der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz auf TAG24-Nachfrage erklärte.

Der Verstorbene arbeitete bei der Hamburger Feuerwehr. (Symbolbild)
Der Verstorbene arbeitete bei der Hamburger Feuerwehr. (Symbolbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update, 17.22 Uhr: Mann kam aus Schleswig-Holstein

Wie am Montag weiter bekannt wurde, lebte der Hamburger Feuerwehrmann im Kreis Herzogtum Lauenburg. 

Am Montagmorgen informierten laut Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) zwei Beamte der Polizeistation Lauenburg die vorzeitig zurückgekehrte Frau über den Tod ihres Mannes. Die Zahl der mit dem neuen Virus angesteckten Schleswig-Holsteiner stieg mit diesem Fall auf 10. In Hamburg wurden es am Montag 22.

Die Witwe und die beiden Lauenburger Polizisten wurden Grote zufolge vorsorglich zu Hause isoliert. Die Polizeistation Lauenburg blieb vorläufig geschlossen. Sie werde das aber nicht etwa 14 Tage sein, sagte Grote. 

Von Infektionen betroffen sind in Schleswig-Holstein bisher Lübeck sowie die Kreise Segeberg, Herzogtum Lauenburg, Stormarn, Pinneberg und Dithmarschen. Aus den nördlicher gelegenen Kreisen und kreisfreien Städten wurden noch keine Fälle gemeldet. 

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde untersagte dennoch am Montag als bisher einziger per Allgemeinverfügung Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen in geschlossenen Räumen. 

Mehr zum Thema Hamburg:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0