Besuche, Restaurants, Sport, Läden & Altenheime: Diese Lockerungen gelten in Hamburg

Hamburg - Die Menschen in Hamburg können in der Corona-Krise nach Wochen der Einschränkungen neue Freiheiten genießen. 

Andy Grote, Bürgermeister Peter Tschentscher und Cornelia Prüfer-Storcks sprechen im Rathaus über die Coronakrise. (Archivbild)
Andy Grote, Bürgermeister Peter Tschentscher und Cornelia Prüfer-Storcks sprechen im Rathaus über die Coronakrise. (Archivbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Der Senat beschloss am Dienstag weitere Lockerungen bei Kontaktbeschränkungen, Restaurants, Sport, Geschäften und Altenheimen.

Wie Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) mitteilte, dürfen sich ab Mittwoch auch wieder Mitglieder zweier unterschiedlicher Haushalte treffen, ohne dabei einen Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten zu müssen. Bislang war dies nur mit Menschen aus dem eigenen Haushalt oder alleine mit einer Person aus einem anderen Haushalt möglich.

Restaurants sollen ab Mittwoch wieder öffnen dürfen. Allerdings müsse zwischen den Gästen der 1,50-Mindestabstand zwingend eingehalten werden, sagte Prüfer-Storcks. Ausgenommen sind aber weiterhin Clubs und Diskotheken.

Von Mittwoch an dürfen in Hamburg auch Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern wieder öffnen. Allerdings dürfe pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche höchstens ein Kunde eingelassen werden.

Außerdem seien alle Sportarten im Freien mit Abstand wieder möglich. Das bedeute auch, dass alle Außensportanlagen wieder öffnen dürfen, sagte Innen- und Sportsenator Andy Grote am Dienstag in Hamburg.

Bürgermeister hält Hamburger für diszipliniert

Peter Tschentscher lobt die Hamburger für ihr Verhalten. (Archivbild)
Peter Tschentscher lobt die Hamburger für ihr Verhalten. (Archivbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Ab dem 18. Mai dürfen Menschen in Hamburger Pflegeheimen unter strengen Auflagen wieder von Angehörigen besucht werden. 

Dabei sei allerdings "äußerste Vorsicht geboten", wie Prüfer-Storcks betonte. Die Besuchserlaubnis gelte für eine definierte Person und begrenze sich auf einen Besuch von maximal einer Stunde pro Woche.

Die Lockerungen seien nur durch die Disziplin der Menschen möglich geworden, die mit Abstandhalten und Kontaktbeschränkungen dafür gesorgt hätten, dass die Zahl der Neuinfektionen stark zurückgegangen sei, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). 

Dennoch sei Hamburg auch mit den neuen Lockerungen "auf der vorsichtigen Seite" und werde es auch bleiben.

Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Montag um 13 auf 4964 gestiegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon mehr als 85 Prozent als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Dienstag mitteilte. 

Sie gehe aktuell von rund 450 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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