Diese Lockerungen der Corona-Auflagen gelten im Norden

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover/Bremen - Von Montag an gibt es minimale Lockerungen der Corona-Auflagen in Norddeutschland. Ein Überblick nach Bundesländern.

Das ist ab Montag in Hamburg erlaubt

Ein Reisebüro in Hamburg wirbt mit großen Zetteln im Schaufenster trotz Corona-Shutdown um Kunden.
Ein Reisebüro in Hamburg wirbt mit großen Zetteln im Schaufenster trotz Corona-Shutdown um Kunden.  © Christian Charisius/dpa

Im Einzelhandel dürfen Geschäfte mit einer Größe von maximal 800 Quadratmetern wieder öffnen. Zudem ist eine langsame Teilaufnahme des Schulbetriebs beschlossen. 

Auch die Ausweitung der Kita-Notbetreuung auf Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden soll für Entlastung sorgen. Alle zwei Wochen will der Senat die Möglichkeit weiterer Lockerungen prüfen.

Die Stadt will zudem in einer Pressekonferenz (12 Uhr) die Einführung von sogenannten Infektpraxen vorstellen. 

Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg plant in Absprache mit der Gesundheitsbehörde eine Erweiterung ihrer Strategie im Kampf gegen die Corona-Pandemie

Es soll das Konzept vorgestellt werden, mit dem Hamburg sich für den Fall rüstet, dass es zu einem dynamischeren Infektionsgeschehen und zu einer Steigerung der an Covid-19 erkrankten Patienten kommen könnte.

Das ändert sich in Schleswig-Holstein

Besucher können ab Montag wieder Otter und andere Tiere im Tierpark Neumünster sehen. (Archivbild)
Besucher können ab Montag wieder Otter und andere Tiere im Tierpark Neumünster sehen. (Archivbild)  © Maja Hitij/dpa

Auch in Schleswig-Holstein dürfen ab Montag im Einzelhandel Geschäfte mit einer Größe von maximal 800 Quadratmetern wieder öffnen. 

Eine langsame Teilaufnahme des Schulbetriebs ist ebenso beschlossen wie die Ausweitung der Kita-Notbetreuung auf Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden. 

Die schriftlichen Abiturprüfungen starten am Dienstag, andere Schüler dürfen wegen der Corona-Gefahr erst nach und nach die Schulen betreten. 

Anders als in Hamburg sind im nördlichsten Bundesland von Montag an Besucher in Tier- und Wildparks wieder willkommen.

Das gilt ab Montag in Bremen und Niedersachsen

Angesichts der Corona-Epidemie startet das Sommersemester an den Universitäten und Hochschulen in Niedersachsen und Bremen an diesem Montag digital. Die Hörsäle und Vorlesungsräume werden zunächst verwaist bleiben. 

Nach Angaben der Landeshochschulkonferenz in Niedersachsen sollen die Lehrveranstaltungen der 20 staatlichen Hochschulen des Landes verstärkt online angeboten werden. Lehrmaterialien seien in Datenbanken abrufbar und geprüft werden könne per Videoschalte via Skype. Ähnlich sieht es auch in Bremen aus.

Die niedersächsischen Hochschulen seien auf digitale Lehrangebote gut vorbereitet, die Angebote seien auf Online-Lehre umgestellt, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU). Es werde aber sicher "Geruckel" geben. 

Dies sei eine Chance, die digitalen Möglichkeiten stärker zu nutzen, auch Online-Prüfungen werde es geben. Zum Start reichten die Server-Kapazitäten aus, sagte er. "Ich glaube, das ist eine wirkliche Chance, den Hochschulbereich ins 21. Jahrhundert zu bringen."

Unterdessen stehen Handelsketten, Läden und Buchhändler in den Startlöchern: Nach wochenlanger Zwangspause in der Corona-Krise greifen von diesem Montag an in Niedersachsen und Bremen wie in den meisten anderen Bundesländern erste Lockerungen. 

Kleine und mittlere Läden dürfen erstmals seit der angeordneten Schließung wieder öffnen. Ausgenommen sind Geschäfte mit einer Ladenfläche von mehr als 800 Quadratmetern. Diese dürfen allerdings ebenfalls öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche entsprechend verringern. 

Kfz- und Fahrradhändler sowie Buchhandlungen dürfen ungeachtet ihrer Größe öffnen.

Das ist in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt

Eine Frau steigt in Schwerin mit Schutzmaske und Handschuhen in eine Straßenbahn ein. (Archivbild)
Eine Frau steigt in Schwerin mit Schutzmaske und Handschuhen in eine Straßenbahn ein. (Archivbild)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Ab Montag wird es für die Studenten in Mecklenburg-Vorpommern wieder ernst: An den Universitäten des Landes beginnt drei Wochen nach dem offiziellen Start des Sommersemesters der Lehrbetrieb. Wegen der Corona-Krise hatten die Lehrveranstaltungen noch nicht begonnen. 

Das Sommersemester erlaubt vorerst nur den digitalen Unterricht. Der Rektor der Universität Rostock, Prof. Wolfgang Schareck, sagte, es seien viele Vorbereitungen nötig gewesen. Die Lehrenden hätten sich erst mit den Medien und der Technik vertraut machen müssen.

Wesentlich schneller ging es an der Hochschule Wismar. Deren stellvertretender Rektor, Prof. Michael Schleicher, sagte, der Lehrbetrieb sei nach dem Semesterstart Anfang März gar nicht unterbrochen worden.

Ebenfalls von Montag an können Geschäfte mit einer Größe von bis zu 800 Quadratmetern öffnen. Die Außenbereiche von Zoos, Tierparks und botanischen Gärten werden ebenfalls geöffnet. Auf Sportplätzen und Sportaußenanlagen ist dann wieder Individualsport und die sportliche Betätigung zu zweit möglich. 

Die Heimwerker und Gartenfreunde hatten einen Vorsprung und durften bereits am Samstag wieder in den entsprechenden Märkten einkaufen. 

Übrigens gilt die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr erst ab Montag, 27. April.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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