15-Jähriger in der Elbe vermisst: Bruder sticht Helfer nieder und verletzt ihn lebensgefährlich

Hamburg - Unglaublich! Am Freitagabend springen drei Männer in die Elbe. Während ein 16- und ein 22-Jähriger gerettet werden können, fehlt von einem 15-Jährigen jede Spur.

Die Kriminaltechnik sichert am Tatort Spuren.
Die Kriminaltechnik sichert am Tatort Spuren.  © André Lenthe Fotografie

Am Samstag nahm der Fall eine dramatische Entwicklung. Der 16-Jährige, der am Freitag noch selbstständig das Ufer erreichen konnte, sitzt nur einen Tag später entspannt im Stadtteil Harburg und isst einen Döner.

Plötzlich wird er von hinten mit mehreren Stichen in den Rücken niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Eine Not-Operation rettet ihm das Leben.

Der Täter: Der 19-jährige Bruder des vermissten Schwimmers. Er flüchtet.

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Die Polizei beginnt sofort mit einer Großfahndung, doch in dem verwinkelten Phoenix-Viertel hat sie keine Chance.

Stunden später treffen die Beamten den 19-Jährigen allerdings an dessen Anschrift an, die Handschellen klicken. Mit einer Jacke über den Kopf wird er zum Streifenwagen geführt.

Am Sonntag soll er nun einem Haftrichter vorgeführt werden, die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Update, 12.35 Uhr: Opfer befindet sich nach Not-Operation immer noch in einem kritischen Zustand

Die Polizei hat weitere Details zu der schrecklichen Tat veröffentlicht. Nach den bisherigen Ermittlungen wurde der 16-Jährige auf dem Kalischer Platz unvermittelt angegriffen und mutmaßlich mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.

Der Jugendliche wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und notoperiert. Er befindet sich noch immer in einem kritischen Zustand.

Der zunächst flüchtige 19-Jährige wurde im Rahmen der umfangreichen Fahndungsmaßnahmen gegen 18.40 Uhr vorläufig festgenommen.

Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand der Ermittlungen und dauern noch an.

Der 19-Jährige wird heute im Laufe des Tages einem Haftrichter zugeführt.

Titelfoto: André Lenthe Fotografie

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