Beunruhigende Zoll-Kontrolle: In dieser Müsli-Packung steckte nichts Gutes!

Hamburg - Bei einer Routinekontrolle hat eine Hamburger Zollstreife eine beunruhigende Entdeckung gemacht. Den Beamten ging dabei unter anderem eine scharfe Schusswaffe ins Netz.

Die Zollfahnder entdeckten mehrere sogenannte "Krähennägel".
Die Zollfahnder entdeckten mehrere sogenannte "Krähennägel".  © Zollfahndungsamt Hamburg

Der Vorfall hatte sich bereits Ende Januar ereignet, wie es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht heißt. Mitarbeitende des Hauptzollamtes Hamburg kontrollierten ein Fahrzeug an der Raststätte Stillhorn-Ost, das mit vier Personen aus den Niederlanden besetzt war.

Dabei fanden die Einsatzkräfte einen sogenannten "Jammer", also einen Störsender gegen Funksignale, sowie einen "Grinder", der zum Zerkleinern für Cannabis genutzt wird, und dazu eine kleine Menge Marihuana. Doch das war noch lange nicht alles!

Denn einer der Insassen versuchte sich plötzlich unter einem Vorwand der Kontrolle zu entziehen - die Beamten wurden misstrauisch.

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In seiner Jackentasche fand man schließlich eine scharfe Pistole im Kaliber 9 mm, mit eingeführtem Magazin und acht Schuss Munition. Gegen den Mann wurde umgehend ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Außerdem stießen die Beamten in dem Fahrzeug noch auf eine umfunktionierte Müslipackung, in der sogenannte "Krähennägel" gelagert wurden. Solche selbst gebastelten Gebilde werden laut Zollamt von Tätern auf der Flucht genutzt. Diese werden auf die Straße geworfen und sollen die Reifen der verfolgenden Polizeifahrzeuge beschädigen.

Anschließend wurde noch die Unterkunft der vier Männer nach weiteren Waffen durchsucht. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden die Beteiligten wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg.

Ein Beamter zeigt die sichergestellte Waffe, die einer der Männer in der Jackentasche hatte.
Ein Beamter zeigt die sichergestellte Waffe, die einer der Männer in der Jackentasche hatte.  © Zollfahndungsamt Hamburg

Zuletzt hatte der Hamburger Zoll einen großen Kokainfund im Hamburger Hafen sichergestellt. Hinter den Wartungsklappen mehrerer Kühlcontainer mit Obst aus Südamerika waren mehr als 360 Kilogramm des Rauschgifts gefunden worden. Mit einer speziellen Röntgentechnik waren die Beamten den Tätern auf die Schliche gkommen.

Das Kokain hätte insgesamt einen Straßenverkaufswert von mehr als 40 Millionen Euro gehabt.

Titelfoto: Zollfahndungsamt Hamburg

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