Schreckliches Gewaltverbrechen in Hamburg: Hatte das Opfer (†20) einen Stalker?

Hamburg - Am Wochenende hat es im Hamburger Stadtteil Neuallermöhe ein schreckliches Gewaltverbrechen gegeben, bei dem eine 20 Jahre alte Frau ums Leben kam (TAG24 berichtete).

Mitarbeiter der Spurensicherung betreten den Tatort.
Mitarbeiter der Spurensicherung betreten den Tatort.  © Blaulicht-News.de

Das Opfer wurde am Sonntag tot im Fahrradkeller eines Mehrfamilienhauses im Rahel-Varnhagen-Weg gefunden.

Ein Mann hatte den Notruf gewählt und die Rettungskräfte selbst zu dem Fundort geführt. Für die Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Als dann auch die Polizei eintraf, flüchtete der Anrufer zunächst. Nach TAG24-Informationen versteckte er sich unter einem nahe gelegenen Carport. Dort wurde er von den Beamten aufgegriffen und schließlich in Handschellen abgeführt.

Wie die Polizei später mitteilte, gilt der 26-Jährige inzwischen als dringend tatverdächtig, er wurde bereits einem Haftrichter vorgeführt. Ihm werde vollendeter Totschlag vorgeworfen, wie eine Sprecherin der Polizei am Dienstag mitteilte. Der Mann habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert, hieß es vonseiten der Staatsanwaltschaft.

Der Verdacht gegen einen weiteren Mann, der ebenfalls am Sonntag in Tatortnähe festgenommen wurde, erhärtete sich dagegen offenbar nicht.

Die Hintergründe der Tat bleiben weiter unklar. Auch die Todesursache ist noch nicht bekannt. Nach verschiedenen Medienberichten soll das 20 Jahre alte Opfer erstickt worden sein. Bestätigt wurde dies bislang aber nicht. Abschließende Obduktionsergebnisse liegen der Staatsanwaltschaft noch nicht vor, hieß es weiter.

Fest steht jedoch, dass die Frau massive Gewalteinwirkungen aufwies. Denn die Polizei ging sofort von einem Verbrechen mit Fremdeinwirkung aus.

Opfer stellte Anzeige gegen unbekannt

Der Tatverdächtige wurde in der Nähe des Mehrfamilienhauses festgenommen.
Der Tatverdächtige wurde in der Nähe des Mehrfamilienhauses festgenommen.  © René Schröder

Wie die Mopo nun aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, hatte die junge Frau kurz vor der schrecklichen Tat bereits eine Anzeige gegen einen unbekannten Stalker gestellt.

Ob ein Zusammenhang zu dem Tatverdächtigen besteht, ist nicht bekannt.

Dem Bericht zufolge soll der Mann seine wahre Identität aber zunächst vor den Beamten verheimlicht haben, tatsächlich sei er 22 Jahre alt.

In welcher Beziehung der Tatverdächtige und das Opfer tatsächlich standen, wird nun Teil der weiteren Untersuchungen sein.

Das Landeskriminalamt hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.

Titelfoto: Blaulicht-News.de

Mehr zum Thema Hamburg Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0