Kuriose Ermittlungen im Fall "Rosa": Polizei wirft Fleischstücke ins Wasser

Hamburg - Im Fall der vor fast vier Jahren ermordeten und zerstückelten Prostituierten "Rosa" haben die Hamburger Ermittler am Mittwoch versucht, mehr über die Strömungen an einem der Fundorte herauszufinden.

Auch aus dem Goldbekkanal wurden damals Leichenteile geborgen.
Auch aus dem Goldbekkanal wurden damals Leichenteile geborgen.  © -/TNN/dpa

Im Goldbekkanal im Stadtteil Winterhude seien dazu Fleischstücke benutzt worden, die von Größe und Gewicht mit den Leichenteilen vergleichbar seien, die dort im Sommer 2017 gefunden wurden, sagte eine Sprecherin der Polizei zu entsprechenden Medienberichten.

Polizeitaucher, Rechtsmediziner und Experten des Landesamtes für Geoinformation und Vermessung waren im Einsatz. Regelmäßig fuhren auf Bitte der Polizei Alsterdampfer vorbei, die eigentlich zurzeit aufgrund der Corona-Maßnahmen gar nicht fahren.

Doch es sollte bei den Versuchen alles so sein, wie es wohl vor knapp vier Jahren war. Es seien verschiedene Hypothesen untersucht worden, sagte die Sprecherin.

Man habe unter anderem testen wollen, ob der Täter die Leichenteile wohl von einem Boot, vom Ufer oder einer Brücke aus ins Wasser geworfen haben könnte. Die Auswertung der Versuche werde einige Zeit in Anspruch nehmen.

Vom Täter fehlt jede Spur

Die Polizei hat ein Foto der Toten veröffentlicht.
Die Polizei hat ein Foto der Toten veröffentlicht.  © Polizei

Der grausige Fall hatte 2017 für viel Aufsehen gesorgt: Die 48-Jährige aus Äquatorialguinea arbeitete im Hamburger Stadtteil St. Georg als Prostituierte namens "Rosa".

Anfang August 2017 war sie zuletzt gesehen worden. Nur zwei Tage später hatten Spaziergänger ein erstes Leichenteil im Stadtteil Rissen am Elbufer entdeckt.

Es folgten weitere Funde an ganz verschiedenen Stellen in Hamburger Gewässern.

Die Orte lagen zum Teil mehr als 20 Kilometer voneinander entfernt. Ein Täter wurde bis heute nicht gefasst.

Titelfoto: -/TNN/dpa, Polizei

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