Hamburger Staatsschutz zählt mehr Gefährder

Hamburg - In Hamburg ist die Zahl der von der Polizei als sogenannte Gefährder eingeschätzten Personen gestiegen. 

Laut Hamburger Verfassungsschutz wurde diese Demo Anfang Januar von Islamisten organisiert. Hinter dem Veranstalter "Generation Islam" verberge sich die verbotene Organisation Hizb ut-Tahrir (Partei der Befreiung).
Laut Hamburger Verfassungsschutz wurde diese Demo Anfang Januar von Islamisten organisiert. Hinter dem Veranstalter "Generation Islam" verberge sich die verbotene Organisation Hizb ut-Tahrir (Partei der Befreiung).  © Markus Scholz/dpa

Wie der Senat auf eine Kleine Anfrage aus der AfD-Bürgerschaftsfraktion >> mitteilte, wurden von der Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts mit Stand Mitte August insgesamt 24 Menschen als Gefährder eingestuft, von denen sich die Hälfte in der Stadt aufhalte, davon wiederum die Hälfte in Haftanstalten. 

Im November vergangenen Jahres waren es noch 17 Gefährder, also Menschen, denen die Polizei schwere Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutraut.

Die größte Gruppe machen laut Senat 20 Gefährder aus dem sogenannten Phänomenbereich "religiöse Ideologie", zumeist Islamisten, aus. 

Zwölf von ihnen befinden sich den Angaben zufolge im Ausland, acht in Hamburg, davon drei in Haft. Von drei dem linksextremen Spektrum zugeordneten Hamburger Gefährdern sitzen zwei in Haft, ebenso der einzige rechtsextreme Gefährder. Bei ihm handelt es sich nach dpa-Informationen um einen verurteilten Mann aus Sachsen.

Die Bedrohungslage durch islamistische Gefährder sei nach wie vor hoch, erklärte am Donnerstag AfD-Fraktionschef Dirk Nockemann, der die Anfrage gestellt hatte. 

Sein Co-Vorsitzender Alexander Wolf forderte angesichts der Zahlen, "Maßnahmen zur Abwehr des islamistischen Terrorpotenzials" Vorrang einzuräumen. 

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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