300 Menschen demonstrieren für Räumung der Flüchtlingslager

Hamburg - Gut 300 Menschen haben nach Angaben der Hamburger Polizei am Samstag auf dem Rathausmarkt für die Räumung der Flüchtlingslager in Griechenland sowie die Aufnahme von mindestens 1000 Geflüchteten in der Hansestadt demonstriert.

Aktivisten der Flüchtlingshilfsorganisation Seebrücke stehen auf dem Hamburger Rathausmarkt.
Aktivisten der Flüchtlingshilfsorganisation Seebrücke stehen auf dem Hamburger Rathausmarkt.  © Markus Scholz/dpa

Aufgerufen zu der Kundgebung hatte die Flüchtlingshilfeorganisation Seebrücke, die am Samstag in mehr als 50 Städten und acht europäischen Ländern Veranstaltungen unter dem Motto "Leave no one behind" anberaumt hatte.

"Ein Staat, der in kürzester Zeit 200.000 deutsche Tourist*innen zurückholen und 80.000 Erntehelfer*innen für die Rettung des deutschen Spargels einfliegen kann, zeigt deutlich seine Prioritäten: Das Leben der Geflüchteten ist ihm nichts wert", hieß es im Aufruf zur Demonstration.

Um die Durchführung der Kundgebung vor dem Hamburger Rathaus hatte es zuvor eine gerichtliche Auseinandersetzung gegeben. 

Nach einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Hamburg von Freitagabend war die Teilnehmerhöchstzahl von zunächst 900 auf 300 abgesenkt worden.

Auf die Beschwerde der Stadt Hamburg hatte das Gericht dem Eilantrag in einem beschränkten Umfang stattgegeben. Neben der Begrenzung der Teilnehmerzahl wurde die Auflage von größeren, festen Abständen zwischen den Demonstranten festgelegt.

Die Seebrücke veröffentlichte am Samstag bei Twitter ein Luftbild, auf dem die Einhaltung der Regeln gut zu erkennen ist. "So sieht es aus, wenn man infektionssicher demonstriert", heißt es in dem Beitrag. 

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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