Dramatische Hintergründe: Ursache für Explosion in Hamburg-Barmbek geklärt

Von Carola Große-Wilde

Hamburg - Knapp einen Monat nach der schweren Explosion in einem Wohn- und Gewerbegebäude in Hamburg-Barmbek ist die Ursache geklärt.

Das Gebäude im Stadtteil Barmbek ist nach der Explosion stark beschädigt.
Das Gebäude im Stadtteil Barmbek ist nach der Explosion stark beschädigt.  © Daniel Reinhardt/dpa

"Bei allem, was wir wissen, gehen wir davon aus, dass der einzige Bewohner des Gebäudes in Selbstmordabsicht die Explosion auslöste", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Zuvor hatte das Hamburger Abendblatt berichtet.

Der 55 Jahre alte Mann war mit schweren Brandverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden und wenige Stunden später gestorben.

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Der Mann dürfte auch der Mieter sein. "Davon gehen wir aus, auch wenn die Identifizierung noch nicht abgeschlossen ist", sagte der Polizeisprecher.

Das Gebäude ist weiter einsturzgefährdet. Mittlerweile werde es nicht mehr als Tatort beschlagnahmt. Die Mieter der zahlreichen Gewerbeflächen sollen bald die Gelegenheit bekommen, ihr Eigentum beziehungsweise das, was davon übrig ist, an sich zu nehmen.

Die Explosion in dem Gebäude war mit Gas ausgelöst worden. Als Zentrum konnte die Wohnung im ersten Stock lokalisiert werden. Dort hatten die Ermittler drei Propangasflaschen entdeckt. Aus ihnen war Gas in die Wohnung geleitet und zur Explosion gebracht worden.

Wegen einstürzender Gebäudeteile war auch längere Zeit der Verkehr auf der angrenzenden U-Bahn-Strecke unterbrochen.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über Suizide. Da sich der Vorfall aber im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren. 

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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