Gefährliche Drohnen gesichtet: Mehrere Zwischenfälle in Hamburg

Langen/Hamburg - Im Hamburger Luftraum wurden im vergangenen Jahr zehn gefährliche Drohnen gesichtet.

Mit einem Schild weist der Flughafenbetreiber auf die "No-Drone-Zone" hin.
Mit einem Schild weist der Flughafenbetreiber auf die "No-Drone-Zone" hin.  © Boris Roessler/dpa

Das sind genauso viele wie im Jahr 2019, teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) am Montag in Langen bei Frankfurt mit. 2018 wurden 12 Drohnen gesichtet.

Bundesweit registrierte die DFS im vergangenen Jahr 92 Behinderungen des regulären Luftverkehrs nach 125 im Jahr 2019. Allerdings ging die Zahl der Zwischenfälle nicht so stark zurück wie der gesamte Flugbetrieb, berichtete die bundeseigene Fluglotsen-Organisation. Rekordjahr bleibt 2018 mit 158 Drohnen-Zwischenfällen.

Rund 80 Prozent der Behinderungen durch Drohnen fanden im Umfeld der großen Verkehrsflughäfen statt.

Rund ein Drittel der Zwischenfälle führte laut DFS zu Verkehrseinschränkungen. Frankfurt wies unter den Flughäfen erneut mit 24 Fällen die meisten Drohnensichtungen aus. Es folgen Hamburg mit zehn sowie Berlin-Tegel mit acht Fällen.

Die Flugsicherung geht bereits bei Sichtung einer Drohne davon aus, dass der reguläre Flugverkehr behindert wird, weil Lotsen und Piloten abgelenkt werden könnten.

In Deutschland sind Drohnenflüge in der Nähe von Start- und Landebereichen von Flughäfen verboten - es muss mindestens ein Abstand von 1,5 Kilometern eingehalten werden. Drohnenflüge an Flughäfen werden strafrechtlich verfolgt.

Sie gelten als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr und werden mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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