Coronavirus: Edeka trifft rigorose Entscheidung: Markt öffnet nur für Senioren 

Hamburg - Das ist doch mal ein Entgegenkommen! Eigentlich sollen vor allem ältere Menschen in Zeiten des Coronavirus zu Hause bleiben, um möglichen Ansteckungsgefahren aus dem Weg zu gehen.

Ältere Menschen kaufen, obwohl sie zur Risikogruppe gehören, trotz Corona-Krise ein. (Symbolbild)
Ältere Menschen kaufen, obwohl sie zur Risikogruppe gehören, trotz Corona-Krise ein. (Symbolbild)  © picture alliance / dpa

In Reden von Politikern wurden die Bürger dazu aufgerufen, vor allem älteren Personen in ihrem Umfeld zu helfen, indem sie beispielsweise den Einkauf für diese erledigen sollen.

Vielerorts wird dies bereits praktiziert. Die Nachbarschaftshilfe wird vom älteren Semester wohltuend angenommen.

Doch nicht alle können oder wollen sich damit arrangieren. Ein Blick auf die Straßen macht dies deutlich.

Ein Edeka-Markt in Hamburg hat dafür nun eine Maßnahme beschlossen.

Wie die Filiale in der Großen Bergstraße im Stadtteil Altona auf ihrem Facebook-Account erklärte, hätten sich die Verantwortlichen etwas überlegt.

"Um unsere älteren Kunden zu schützen, Ihnen aber noch die Möglichkeit zu geben, ihren Einkauf zu erledigen, werden wir am Sonntag unseren Laden ausschließlich für diese öffnen", heißt es in dem Beitrag.

Zwischen 12 und 14 Uhr gehöre der Supermarkt dann nur ihnen. "Bitte helft uns, diese Information weiterzuleiten, sprecht bitte mit Euren Nachbarn etc. ...", wendet sich die Filiale noch an die Facebook-Gemeinde, der vermutlich die älteren Menschen nicht angehören.

Edeka-Filiale stellt Türsteher ein

Eine weitere Edeka-Filiale führte andere Maßnahmen durch.
Eine weitere Edeka-Filiale führte andere Maßnahmen durch.  © TAG24/Robert Stoll

Bei den Usern kommt die Maßnahme natürlich an. "Das ist eine sehr gute Unterstützung Beruhigung und Hilfe...vielen vielen Dank💐", "Richtig tolle Aktion! Hamburg muss zusammenhalten!!! 💛" oder "Ihr seid die Helden! Vielen Dank", lauteten nur wenige der zahlreichen Kommentare.

Andere verwiesen wiederum darauf, dass gerade ältere Menschen zu der Risikogruppe gehören und doch lieber zu Hause bleiben sollten. Laut einem Kommentar aber erleben die Verantwortlichen in dem Markt genau das Gegenteil.

"Das ist theoretisch total richtig. Praktisch haben wir aber jeden Tag trotzdem noch etliche Kunden der Risikogruppe im Laden. Und diesen Kunden wollen wir eine Möglichkeit geben...", wird die Maßnahme weiter begründet.

Weitere Edeka-Filialen haben dagegen andere Maßnahmen getroffen und einen Türsteher installiert. 

In Eimsbüttel wird nur ein Kunde in den Markt gelassen, wenn ein anderer ihn verlässt. Die Zahl der "Einkäufer" wird somit limitiert. Zudem wird darum gebeten, den Einkauf nur als Einzelperson durchzuführen.

Draußen bildet sich dadurch zwar eine kleine Schlange, mit ein bisschen Abstand, kann man das aber auch in Kauf nehmen.

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Update, 20. März 15 Uhr: Edeka sagt Aktion ab

We die Edeka-Filiale auf ihrer Facebook-Seite erklärte, müsse die Sonder-Öffnung am Sonntag abgesagt werden.

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